Bürgermeister postet Screenshot, offene Tabs zeigen Pornoseiten

19. Februar 2016, 13:01
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Netz amüsiert sich über peinlichen Screenshot-Fail, Fall zeigt die Tücken der Bildschirmaufnahme

Eigentlich sind die Regeln für das Screenshot publizieren einfach: Wer eine Bildschirmaufnahme postet, sollte überprüfen, was denn auf dem Foto tatsächlich sichtbar ist. Nicht gemacht hat das offenbar der Bürgermeister der deutschen Stadt Quickborn (20.000 Einwohner), Thomas Köppl. Er veröffentlicht in einer Facebook-Diskussion mit Nutzern ein Bildschirmfoto eines Wikipedia-Eintrages über das Grundgesetz, den er in der Diskussion präsentieren wollte. Doch das Problem: Schnell entdeckten andere Nutzer, dass auf Köppls Foto noch andere Tabs geöffnet waren – auf denen Pornoseiten abgerufen wurden.

Köppl weist Aufnahme von sich

"Steht der Bürgermeister von Quickborn auf Klick-Porn", fragt die deutsche Bild-Zeitung, in den Tabs sind beispielsweise Filme wie "Deutsche Schlampe wird bestraft" sichtbar. Der Wikipedia-Text, den Köppl publizierte, handelt von der Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau. Wenig später wird der Eintrag gelöscht, Köppel schreibt laut Bild: "Man soll nicht alles posten, was man so bekommt". Wie Chip recherchiert, stimmte allerdings der am Bild gezeigte Mobilfunker mit dem Urlaubsort von Köppel überein.

Mittlerweile hat der Bürgermeister bestätigt, die Seiten besucht zu haben. Gegenüber der Bild-Zeitung gibt er an, Männer hätten sich im Skilift über BDSM-Praktiken unterhalten. Daraufhin habe er wissen wollen, worum es da gehe und das gegooglet. (red, 19.2.2016)

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Chip

  • Peinliche Tabs
    foto: screenshot

    Peinliche Tabs

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