Mahrer will 1.000-Euro-Schein einführen

19. Februar 2016, 10:32
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Staatssekretär plant Petition gegen Bargeldobergrenzen

Wien – Während innerhalb der EU-Kommission und der Europäischen Zentralbank die Abschaffung des 500-Euro-Scheins diskutiert wird, will Wirtschaftsstaatssekretär Harald Mahrer (ÖVP) einen 1.000-Euro-Schein einführen. Während die einen den 500er als zu großen Schein und Möglichkeit zur Kriminalitätsfinanzierung brandmarken, sagte Mahrer im Gespräch mit dem "Wirtschaftsblatt", man brauche den großen Schein auf dem Weg zur Weltwährung.

Schweiz als Vorbild

"Den Franken gibt es auch als 1.000er-Schein. Wenn ich will, dass der Euro eine echte Weltwährung wird, muss ich Interesse daran haben, dass große Transaktionen in anderen Ländern in Euro durchgeführt werden", wird Mahrer in der Zeitung zitiert. Das Recht auf Bargeldzahlung in der Verfassung zu verankern ist für ihn "eine der entscheidendsten Fragen der kommenden Jahre: Schaffen wir es, die Privatsphäre der Bürger beim Bezahlen sicherzustellen? Das muss grundrechtlich abgesichert werden." Würde es zu einer EU-weiten Verordnung von Bargeldobergrenzen kommen, würde Mahrer eine Gegenpetition mitinitiieren. Er sei dahingehend bereits EU-weit in Gesprächen.

Neos bieten mehr

Den Neos ging Mahrers Forderung scheinbar noch nicht weit genug: Sie forderten auf Twitter, gleich den "1-Millionen-Euro-Schein" einzuführen. Die Partei hat sich zuletzt wie ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka und Mahrer dafür ausgesprochen, das Recht auf die Zahlung mit Bargeld in der Verfassung zu verankern. (APA/red, 19.2.2016)

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