Genfer Syrien-Friedensgespräche werden vertagt

19. Februar 2016, 10:33
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UN-Vermittler: Geplanter Termin 25. Februar ausgeschlossen

Stockholm – Der UN-Syrien-Vermittler Staffan de Mistura hat eine Wiederaufnahme der Friedensgespräche bis zum geplanten Termin ausgeschlossen. "Ich kann realistisch betrachtet nicht zu neuen Gesprächen am 25. Februar in Genf einladen", sagte der Sonderbeauftragte der schwedischen Zeitung "Svenska Dagbladet" vom Freitag. "Wir brauchen zehn Tage Vorbereitung. Aber wir planen, das bald zu tun. Doch wir wollen richtige Gespräche über Frieden haben, nicht Gespräche über Gespräche."

Vieles hänge nun von den USA, Russland "und ihren Freunden" ab, sagte de Mistura. "Wir müssen anfangen, auf die Landkarten zu schauen, wo und wann eine Waffenruhe möglich ist." Er hoffe, dass die USA und Russland sich mit ihren Partnern innerhalb einer Woche auf einen Start der Waffenruhe einigen werden.

Russland will "konstruktiv" verhandeln

Wann die Friedensgespräche wieder aufgenommen werden könnten, sagte de Mistura nicht. "Wir sind in der Vergangenheit enttäuscht worden, jetzt bin ich vorsichtig, aber pragmatisch." Dass die Nothilfe nun sieben belagerte Orte erreiche, sei ein guter Anfang.

Kurz vor dem Ende der Frist für eine Waffenruhe hat Russland unterdessen Hoffnung auf eine rasche Einigung geäußert. Man gehe konstruktiv in die Gespräche, sagte Vizeaußenminister Michail Bogdanow am Freitag. Russland sei bereit, die Einhaltung aller Absprachen für eine Kampfpause zu garantieren.

Die USA, Russland und andere beteiligte Staaten hatten sich Ende vergangener Woche auf eine Waffenruhe geeinigt. Dennoch hatte die Gewalt in den vergangenen Tagen zugenommen. Zur Umsetzung des Plans wollte sich am Freitag in Genf erstmals eine Arbeitsgruppe unter Leitung der USA und Russlands treffen. (APA, 19.2.2016)

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