Gasleck in Kalifornien nach vier Monaten geschlossen

19. Februar 2016, 06:08
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Methan war seit Oktober ausgeströmt, mehr als 4.500 Familien wurden aus einem Vorort von Los Angeles umgesiedelt

Los Angeles – Nach vier Monaten ist ein Gasleck in der Nähe von Los Angeles, das tausende Anrainer aus ihren Häusern getrieben hatte, dauerhaft verschlossen worden. Die kalifornische Umweltbehörde bestätigte am Donnerstag entsprechende Angaben der Firma Southern California Gas. "Wir haben gute Nachrichten", sagte der stellvertretende Chef der Behörde, Jason Marshall.

"Wir haben die Gasemissionen unter Kontrolle", sagte Marshall vor Journalisten. Der eingepumpte Zement habe das Leck vollkommen geschlossen. Am 23. Oktober war entdeckt worden, dass das farb- und geruchlose Methan aus einem unterirdischen Gasspeicher der Firma im Aliso Canyon bei Los Angeles strömte. Kaliforniens Gouverneur Jerry Brown hatte den Notstand für das betroffene Gebiet ausgerufen. Mehr als 4.500 Familien aus dem Vorort Porter Ranch wurden umgesiedelt.

Schacht

Vor einer Woche stopfte die Firma das Leck. Demnach bohrten Arbeiter einen Schacht zu der betroffenen Stelle in mehr als 2.600 Meter Tiefe. Durch diesen hätten sie Schlamm und eine schwere Flüssigkeit gepumpt, um das Leck zu stopfen. Anschließend wurde mehrere Tage lang Zement durch den Schacht gepumpt, damit das Leck auf Dauer verschlossen bleibe. Nachdem der Zement fest war, überprüften die zuständigen Behörden die endgültige Schließung des Lecks.

Kaliforniens Justizministerin Kamala Harris hatte Klage gegen die verantwortliche Firma eingereicht. Außerdem reichten die Stadt und der Bezirk Los Angeles sowie mehrere Anrainer Klagen gegen SoCalGas ein. Auf die Firma kommen mögliche Schadenersatzzahlungen in Milliardenhöhe zu.

Nach offiziellen Angaben strömten pro Stunde zwischen 30.000 und 58.000 Kilogramm Methan aus dem unterirdischen Gasspeicher – mit gravierenden Auswirkungen auf die Umwelt: Als Ende November besonders viel Gas ausströmte, erhöhten sich die Treibhausgas-Emissionen Kaliforniens um ein Viertel, wie die Behörde für Luftqualität in Kalifornien mitteilte. Methan ist rund 80-Mal klimaschädlicher als Kohlendioxid. (APA, 19.2.2016)

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