Weltweiter neuer Temperaturrekord im Jänner

18. Februar 2016, 16:38
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Der vergangene Monat ist laut US-Wetterforschern der wärmste Jänner seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 gewesen

Washington – Auch der Jänner hat weltweit einen neuen Temperaturrekord aufgestellt. Der vergangene Monat sei der wärmste Jänner seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880 gewesen, teilte die US-Behörde für Wetter- und Meeresforschung (NOAA) am Mittwoch mit. Die durchschnittliche Temperatur über Land und Meeren sei 1,04 Grad Celsius höher gewesen als der Durchschnitt des 20. Jahrhunderts für einen Jänner.

Im Jänner hatte die US-Behörde mitgeteilt, dass 2015 das mit Abstand heißeste Jahr seit Beginn der Messungen Ende des 19. Jahrhundert gewesen sei. Die weltweite Durchschnittstemperatur habe 0,9 Grad Celsius über dem Mittel des 20. Jahrhunderts gelegen. Der Jänner 2016 ist der neunte Monat in Folge, der einen Temperaturrekord aufstellt. Die Zahlen belegen nach Angaben von Experten deutlich die Klimaerwärmung.

Das Wetterphänomen El Nino, das weltweit extreme Wetterlagen mitverursacht, schwächt sich nach Angaben der UNO unterdessen ab, hat aber weiterhin starken Einfluss. Die Weltorganisation für Meteorologie (WMO) teilte am Donnerstag mit, El Nino habe "seine Spitze überschritten", die in den vergangenen Monaten angestiegenen Meerestemperaturen zeigten deutlich die Auswirkungen des Wetterphänomens.

Warme Wassermassen

Bei El Nino, der in unregelmäßigen Abständen auftritt, sammeln sich warme Wassermassen im zentralen und östlichen Pazifik, die Folge sind weltweite Wetterextreme. Die Vereinten Nationen hatten im November gewarnt, der diesjährige El Nino sei der schlimmste seit mehr als 15 Jahren und einer der stärksten seit 1950. Zuletzt hatte das Wetterphänomen vor fünf Jahren weitreichende Folgen: Er löste heftige Monsunregen in Südostasien aus, Dürren im Süden Australiens, auf den Philippinen und in Ecuador, enorme Überschwemmungen in Mexiko und Hitzewellen in Brasilien.

Die WMO bestätigte nun am Donnerstag, der gegenwärtige El Nino sei einer der stärksten und vergleichbar mit den ebenfalls besonders starken Phasen 1982/83 und 1997/98. Die Organisation verwies auf sintflutartige Regenfälle und Überschwemmungen in Südafrika und extreme Dürre in anderen Teilen der Welt, etwa in Mittelamerika. Es wird erwartet, dass El Nino gegen Mitte des Jahres endet.

  • Der Magdalena-Fluss in Kolumbien führte El-Nino-bedingt eher weniger Wasser.
    foto: afp/juan jose horta

    Der Magdalena-Fluss in Kolumbien führte El-Nino-bedingt eher weniger Wasser.

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