Fix: Werner Schlager gibt Comeback

18. Februar 2016, 15:48
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Österreichs langjährige Nummer eins nimmt an Team-WM in Kuala Lumpur teil

Drei Jahre nach seinem letzten WM-Start 2013 in Paris kehrt Österreichs langjährige Nummer eins im Tischtennis auf die große internationale Bühne zurück. Nach dem krankheitsbedingten Ausfall von Daniel Habesohn wurde der 43-jährige Werner Schlager nach einem Gespräch mit der Verbandsleitung und dem Teamtrainer in das Aufgebot für die nächsten Sonntag beginnende Mannschaftsweltmeisterschaft in Kuala Lumpur (Malaysia, 28. Februar bis 6. März) nachnominiert.

Nach dem kurzfristigen Ausfall von Daniel Habesohn – der Wiener laboriert an einer hartnäckigen Grippe mit daraus resultierender Mittelohr- und Trommelfellentzündung – war eine Woche vor Turnierbeginn rasches Handeln gefragt. "Das ist sehr bitter, genau vor der Team-WM so eine schwere Erkrankung. Ich hätte liebend gerne mit dem Team um eine Medaille gekämpft, der behandelnde Arzt hat aber den Flug untersagt. Und durch die schwere Grippe war auch eine vernünftige Vorbereitung unmöglich", so Habesohn.

Neben den im Kader stehenden Stefan Fegerl, Robert Gardos, Chen Weixing und Dominik Habesohn galt es nun kurzfristig einen fünften Spieler für die WM zu finden. Schlager: "Seit dem Schulbeginn meines Sohnes im September habe ich wieder verstärkt trainiert, sowohl am Tisch als auch im Fitness-Studio." Die Erfolge auf der ITTF-Legendstour und bei diversen Einladungsturnieren gaben ihm Recht. "Ich habe sehr rasch gemerkt, daß ich noch nicht alles verlernt habe!", fügte er augenzwinkernd hinzu. "Auch im Training konnte ich meine Kollegen voll fordern", zeigte er sich zufrieden.

Nach dem Ausfall Habesohns war es für ihn daher selbstverständlich, dem Verband seine Hilfe anzubieten. "Wir kamen sehr schnell auf einen gemeinsamen Nenner, ich werde als normales Teammitglied mit allen Rechten und Pflichten mitreisen und die Mannschaft so gut wie möglich unterstützen." Auch ÖTTV-Sportdirektor Fritz Svoboda zeigte sich zufrieden: "Nach dem Ausfall von Danny galt es, einen möglichst spielstarken Ersatz zu finden. Da war Werner natürlich die erste Wahl!" (red, 18.2.2016)

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