Starbucks erkennt seine Gesundheitsgefahr

18. Februar 2016, 15:04
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In Kaffee- und Teemischgetränken ist viel zu viel Zucker – die Expertengruppe "Action on Sugar" macht Konzernen Druck, die Kaffeehauskette reagiert

Nach Kritik einer britischen Anti-Zucker-Vereinigung wollen die Kaffeehausketten Starbucks und Costa den Zuckergehalt ihrer Heißgetränke reduzieren. Starbucks habe sich dazu verpflichtet, bis Ende 2020 den Zusatz von Zucker in seinen süßesten Getränken um 25 Prozent zu senken, sagte eine Sprecherin des Unternehmens.

Die Sprecherin verwies zugleich auf die "große Auswahl an leichteren Produkten" in den Starbucks-Filialen. Der Konkurrent Costa versicherte, bereits "wichtige Maßnahmen" ergriffen zu haben, um den Zuckergehalt zu senken. Das Unternehmen arbeite stetig daran, die "Ausgewogenheit" der Produkte zu verbessern.

Reaktion auf Kritik

Die Expertengruppe "Action on Sugar" hatte zuvor "gefährliche" Zuckerkonzentrationen in fast allen 131 Getränken verschiedener Anbieter moniert, die von ihr genauer unter die Lupe genommen wurden. In einem großen Becher eines heißen Fruchtgetränks mit Gewürzen von Starbucks wurde dabei beispielsweise ein Zuckergehalt gemessen, der 25 Teelöffeln entspricht.

Dies sei ein weiteres Beispiel für die "skandalöse Menge" an zugesetztem Zucker in Lebensmitteln, kritisierte "Action on Sugar". Dass Fettleibigkeit in Europa immer weiter zunehme, sei deshalb "nicht erstaunlich". Die Vereinigung forderte die Kaffeehausketten auf, den Zuckergehalt "sofort" zu senken. Zudem sollte auf den Verkauf von XXL-Bechern verzichtet und die Kennzeichnung der Produkte verbessert. (APA, 18.2.2016)

  • Bis zu 25 Teelöffel Zucker mischt Starbucks in seine Heißgetränke. Eine britische Expertengruppe definiert solche Mengen als gefährlich.
    foto: reuters

    Bis zu 25 Teelöffel Zucker mischt Starbucks in seine Heißgetränke. Eine britische Expertengruppe definiert solche Mengen als gefährlich.

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