Hütter in La Thuile Trainingsschnellste

18. Februar 2016, 13:37
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Görgl im Abschlusstraining für die Abfahrt nur knapp dahinter Dritte – Vonns Experimente gingen schief

La Thuile – Weltcup-Rekordsiegerin Lindsey Vonn ist auch in den Speed-Rennen am Wochenende in La Thuile, wo zwei Abfahrten (Freitag, 12.00 Uhr/Samstag, 10.45 Uhr) und ein Super-G (Sonntag, 11.15) auf dem Programm stehen, die Top-Favoritin. Zu ihren ersten Herausforderinnen zählt einmal mehr die Steirerin Cornelia Hütter, die am Donnerstag im Abschlusstraining im Aostatal mit Bestzeit aufgezeigt hat.

"Das ist eine super Strecke. Schon bei der Besichtigung habe ich mir gedacht: 'Wow, da muss man sich richtig überwinden'", sagte Hütter zur Charakteristik der 2.503 m langen Piste, die erstmals Weltcup-Schauplatz ist und auch ihrer ÖSV-Teamkollegin Elisabeth Görgl "von Anfang an gut gefallen" hat. Die Ex-Weltmeisterin landete hinter der US-Amerikanerin Alice McKennis (+0,03 Sek.) auf Rang drei, nur acht Hundertstel fehlte auf die Bestzeit ihrer Landsfrau. "Das gibt mir Mut fürs Wochenende", sagte Görgl.

Mit 1:38,69 Minuten war Hütter jedoch 1,04 Sekunden langsamer als Vonn am Vortag (1:37,65). "Ich habe aber nicht alle Passagen optimal erwischt, habe also noch Reserven. Deshalb sollte das für morgen ganz gut passen", meinte Hütter. Im Gegensatz zur ÖSV-Hoffnungsträgerin war bei Vonn am Donnerstag Experimentieren angesagt, deshalb schaute am Ende mit 1,52 Sekunden Rückstand nur Rang 13 heraus.

"Ich habe einiges probiert von der Linienwahl, das ist nicht unbedingt aufgegangen", gestand die 31-jährige US-Amerikanerin, die aufgrund ihrer Topzeit vom Mittwoch aber trotzdem guter Dinge fürs Rennwochenende war. Bereits am Freitag kann Vonn im Ersatzrennen für Crans Montana die kleine Kristallkugel für den Gewinn des Abfahrtsweltcups fixieren. Stolze 172 Punkte beträgt ihr Vorsprung auf die erste Verfolgerin, die Kanadierin Larisa Yurkiw. Hütter hat als Dritte bereits 206 Zähler Rückstand.

Sollte Vonn sich die kleine Kristallkugel sichern, dann hätte sie den nächsten Meilenstein erreicht. Derzeit muss sie sich den Rekord in der Königsdisziplin noch mit Österreichs Jahrhundert-Sportlerin Annemarie Moser-Pröll, die den Abfahrtsweltcup ebenfalls sieben Mal geholt hat, teilen. Und mit 57 Podestplätzen in der Abfahrt (38 Siege, 12 zweite und 7 dritte Plätze) fehlen ihr nur noch zwei auf den Weltcup-Rekord von ÖSV-Speed-Queen Renate Götschl (59 – 24/21/14). Im Super-G ist Vonn dagegen mit 27 Siegen und 42 Podiumsrängen (27/10/5) bereits die alleinige Nummer eins. (APA, 18.2.2016)

Abschlusstraining:

1. Cornelia Hütter (AUT) 1:38,69 Min.
2. Alice McKennis (USA) +0,03 Sek.
3. Elisabeth Görgl (AUT) 0,08
4. Laurenne Ross (USA) 0,13
5. Kajsa Kling (SWE) 0,21
6. Johanna Schnarf (ITA) 0,32
7. Tina Weirather (LIE) 0,51
8. Stacey Cook (USA) 0,54
9. Viktoria Rebensburg (GER) 0,89
10. Sofia Goggia (ITA) 1,15
11. Lara Gut (SUI) 1,26
12. Nadia Fanchini (ITA) 1,33
13. Lindsey Vonn (USA) 1,52
14. Fabienne Suter (SUI) 1,56
Weiter:
19. Stephanie Venier 1,95
20. Sabrina Maier 2,01
27. Ramona Siebenhofer 2,55
28. Mirjam Puchner 2,63
31. Tamara Tippler 3,09
42. Stefanie Moser (alle AUT) 4,11

  • Cornelia Hütter bei der Arbeit.
    foto: ap/alessandro trovati

    Cornelia Hütter bei der Arbeit.

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