3.000 Wiener machten Vorschläge für neuen Schwedenplatz

18. Februar 2016, 12:11
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Größter Anklang für Konzepte mit hohem Grünflächenanteil – Siegerprojekt für Neugestaltung wird Ende Mai gekürt

Wien – Eine Woche lang konnten die Wiener ihre Ideen und Meinungen zu den vorgestellten Entwürfen zur Neugestaltung des Schwedenplatzes kundtun. Diese Möglichkeit nutzten rund 3.000 Personen, berichteten Planungsstadträtin Maria Vassilakou (Grüne) und City-Bezirksvorsteher Markus Figl (ÖVP) am Donnerstag in einer Aussendung. Den größten Anklang fanden jene Konzepte mit viel Grünflächenanteil.

Eine Jury hatte aus 60 internationalen Beiträgen sechs Vorschläge in die engere Wahl genommen, die Anfang vergangener Woche präsentiert wurden. Dann waren die Bürger aufgefordert, ergänzende Wünsche und Ideen einzubringen. 2.300 Menschen gaben ihre Kommentare direkt am Schwedenplatz, in der "Dialogbox" ab, wo auch die Grobkonzepte der finalen Auswahl zu besichtigen waren. Dazu kamen noch mehr als 700 Online-Postings mit Vorschlägen.

Kritik an "urbaner Bühne"

Der Tenor der Ansinnen: Eine Vielzahl an Personen wünsche "explizit die Weiterführung des aufgenommenen Dialogprozesses hinsichtlich der Neugestaltung des Schwedenplatzes", hieß es in der Aussendung. Eine Mehrzahl plädierte für eine parkartige Gestaltung des Bereichs westlich der Rotenturmstraße, beim Morzinplatz. Groß sei auch – wohl im Hinblick auf die sommerliche Hitze – das Bedürfnis nach Schatten und der Minderung von Überhitzungseffekten. Zudem wurde eine Verbesserung der akustischen Abschirmung des Areals gegenüber dem Verkehrsraum gewünscht.

Auch interessant: Jene Projektbeiträge, die den neugestalteten Schwedenplatz "als vielfältig bespielbare urbane Bühne auffassen und großzügige befestigte Platzlösungen ohne strukturierende Grünflächen vorsehen", seien von den am Beteiligungsverfahren mitmachenden Bürgern mehrheitlich kritisch gesehen worden, hieß es.

Feedback ergänzt Empfehlungen

Die abgegebenen Meldungen werden dokumentiert und schließlich der Jury vorgelegt. Diese ergänzt sie um Expertisen und leitet die Empfehlungen dann an die sechs Planerteams weiter, die sie in die Architektenentwürfe einarbeiten müssen Ende Mai kürt die Jury das Siegerprojekt, auf Basis dessen mit dem konkreten Planungsarbeiten zur Umgestaltung des Schwedenplatzes begonnen werden soll. Plan ist, dass die Bauarbeiten noch in dieser Legislaturperiode starten. (APA, 18.2.2016)

  • Schluss mit grau: Der Schwedenplatz soll grüner werden.
    foto: standard/matthias cremer

    Schluss mit grau: Der Schwedenplatz soll grüner werden.

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