St. Pölten: ÖVP vergibt Mandate nach Vorzugsstimmen

18. Februar 2016, 11:21
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Vizebürgermeister Matthias Adl wird Spitzenkandidat für die Wahl am 17. April

St. Pölten – Die ÖVP geht bei der Gemeinderatswahl in St. Pölten am 17. April mit Vizebürgermeister Matthias Adl als Spitzenkandidat ins Rennen. Mit Ausnahme des Listenersten gebe es keine fixe Reihung der Kandidaten, sagte Adl bei einer Pressekonferenz am Donnerstag. Als Ziel gab er vor: "Wir wollen eindeutig stärker werden." Bei der Gemeinderatswahl 2011 hatte die ÖVP 25,3 Prozent erreicht.

Eigenes Vorzugsstimmenmodell

Die Volkspartei wird die Mandate nach Anzahl der Vorzugsstimmen vergeben, erklärte Adl. Ausnahmen bilden der Spitzenkandidat und zwei Mandatare, die vom Stadtparteivorstand ausgewählt werden. Bei dieser Vergabe soll laut dem 49-Jährigen darauf geachtet werden, dass alle Stadtteile, Altersgruppen und Bevölkerungsschichten im Gemeinderat vertreten sind. Vorzugsstimmenmodell und Kandidatenliste wurden in einer Sitzung des Stadtparteivorstands am Donnerstagabend beschlossen.

Man wolle die SPÖ-Mehrheit dazu bringen, die Anliegen der Opposition stärker zu berücksichtigen, sagte der Vizebürgermeister. Zu den zentralen Forderungen der ÖVP zählen der Erhalt von Parkmöglichkeiten am Domplatz, ein 200-Euro-Jahresticket für den Stadtbus LUP und die Erhaltung von Grünflächen, etwa im Sonnenpark.

Auf der Liste sind 51 Prozent der 84 Kandidaten neu im Vergleich zu 2011, der Frauenanteil beträgt 32 Prozent und das Durchschnittsalter 46 Jahre. Zu finden sind auch zehn der elf aktuellen Gemeinderäte. Einzig Mandatarin Maria Wohlmuth trete aus beruflichen Gründen nicht mehr an, sagte Adl.

"Knackiger Wahlkampf"

Offiziell in den Wahlkampf startet die ÖVP am 30. März. "Es wird ein kurzer, knackiger, prägnanter Wahlkampf", kündigte der Vizebürgermeister an.

Bei der Gemeinderatswahl am 3. Juli 2011 in der niederösterreichischen Landeshauptstadt kam die ÖVP mit 25,3 Prozent auf Platz zwei und hält elf der 42 Mandate. Die SPÖ unter Bürgermeister Matthias Stadler erreichte mit 56,8 Prozent (25 Mandate) trotz Verlusten erneut die absolute Mehrheit. FPÖ kam auf 10,7 Prozent (vier Mandate), die Grünen erhielten 4,9 Prozent (zwei Mandate). (APA, 18.2.2016)

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