Nachspiel nach möglicher Attacke auf Linesman

Video17. Februar 2016, 19:33
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Noch keine Entscheidung im Fall von Salzburg-Goalgetter Sterling – Drei Spieler gesperrt

Wien – Das Department of Player Safety (DOPS) der Erste Bank Eishockey Liga hat nach dem Spiel zwischen den Vienna Capitals und EC Red Bull Salzburg gegen drei Spieler Sperren ausgesprochen. Die Wiener Matthew Dzieduszycki und Danny Bois bekommen jeweils ein Spiel Pause. Für seinen Stockschlag gegen Caps-Verteidiger Philippe Lakos muss Brett Sterling vom EC Red Bull Salzburg zwei Spiele zusehen.

Ein weiterer Vorfall, nämlich der Zusammenstoß zwischen dem Salzburger Stürmer und Linesman Daniel Soos, noch weiter untersucht. Sterling hatte den Unparteiischen bei einer Massenschlägerei in der 42. Minuten mit der Faust am Kopf getroffen, dieser ging danach zu Boden. Sollte die Aktion als absichtliche Attacke gewertet werden, dürfte die Saison für den Salzburger Topscorer (33. Treffer) wohl vorbei sein.

Kein Problem sieht Salzburg-Trainer Dan Ratushny: "Ich habe nicht gesehen, das wir irgendwas falsch gemacht hätten. Wir haben uns nur verteidigt, als wir körperlich angegriffen worden sind", wird Ratushny auf Salzburg.com zitiert. "Eine Mannschaft, die spielerische Mängel hat, versucht ein stärkeres Team körperlich zu fordern. Das ist normal, aber dafür gibt es Schiedsrichter."

ebel dops
Stockschlag gegen Philippe Lakos.

Lakos, dem bei dem Foul ein Teil eines Fingers abgeschlagen wurde, wurde noch in der Nacht nach dem Match operiert. Bei dem gut verlaufenen Eingriff im Lorenz-Böhler-Spital wurde dem routinierten Verteidiger (35) das oberste Glied eines kleinen Fingers wieder angenäht. Ob die Durchblutung des Fingers wieder komplett wiederhergestellt werden konnte, dürften erst die nächsten Tage zeigen. Derzeit könnte man keine seriösen Aussagen über den Heilungsverlauf treffen, so ein Capitals-Sprecher.

Das Match der 8. Runde der Pick-Round in der EBEL (5:4) war am Dienstagabend aus dem Ruder gelaufen und im letzten Drittel in eine Serie von Härteeinlagen und Schlägerein regressiert, die sich auch nach Spielende fortsetzten. Die Referees verhängten gegen die Capitals 90 Strafminuten, die Salzburger fassten 84 Minuten aus. Dzieduszycki war dem Salzburger Konstantin Komarek bis in den Kabinengang gefolgt und hatte dort auf ihn eingeschlagen.

Den eigentlich obligaten Handshake schenkten sich die Teams nach dem Abpfiff stattdessen. (red, 17.2. 2015)

Ergebnis Pick-Round – 8. Runde:

PC Vienna Capitals – Red Bull Salzburg 5:4 (2:2,2:2,1:0). Wien, 5.500. Tore: Fraser (8./PP), Sharp (18./43.), Ferland (31./PP), Schiechl (39.) bzw. Aquino (2., 26.), Sterling (15.), Fahey (22./PP). Strafminuten: 90 bzw. 84

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