Rätsel um Meteoriten in Antarktis scheint gelöst

18. Februar 2016, 06:30
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Manchester – Die Antarktis gilt als lohnende Fundstelle für Meteoriten. Das ist nicht weiter verwunderlich, weil sich die Steine aus dem All gut vom Eisuntergrund abheben. Seltsamerweise wurden rund um den Südpol aber weitaus weniger Eisenmeteoriten gefunden als anderswo auf der Welt. Britische Forscher um Geoffrey Evatt präsentieren im Fachblatt "Nature Communications" eine einfache Lösung, die auch experimentell abgesichert ist: Eisenhaltige Brocken werden von der Sonne stärker aufgewärmt und versinken daher weiter ins Eis, statt nach oben transportiert zu werden. Etliche antarktische Eisenmeteoriten dürfen also knapp unter der Oberfläche darauf warten, gefunden zu werden.

Abstract
Nature Communcations: "A potential hidden layer of meteorites below the ice surface of Antarctica"

(tasch, 18.2.2016)

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