SPÖ kritisiert Mitterlehners Uni-Pläne

17. Februar 2016, 15:08
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Wissenschaftssprecherin Kuntzl warnt vor Trennung von Forschung und Lehre, wenn Studierende von Unis an Fachhochschulen verlagert werden

Wien – SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl sieht die Vorschläge von Wissenschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) zum Umbau des Hochschulsystems nicht nur positiv. So sei es "höchst problematisch", wenn es durch die von Mitterlehner angesprochene Verlagerung von Studierenden von den Unis an die Fachhochschulen (FH) bei den Bachelorstudien zu einer Abkopplung von der wissenschaftlichen Forschung komme, kritisierte Kuntzl am Mittwoch in einer Aussendung. Mitterlehner hatte am Montag gefordert, den Anteil der FH-Studierenden zu erhöhen, um die Unis zu entlasten.

Kuntzl wehrt sich auch gegen Mitterlehners "Abqualifizierung weniger stark frequentierter Fächer als 'Luxusfächer'". Der Minister hatte beklagt, dass die 20 am wenigsten nachgefragten Uni-Studien nur 229 Anfänger aufweisen würden, die 20 beliebtesten hingegen 40.700. "Es muss in unserer universitären Landschaft auch Platz für Lehre und Forschung abseits ökonomischer Effizienzüberlegungen geben", so Kuntzl.

Lob gab es von Kuntzl hingegen für Mittlerlehners Pläne, den Wechsel zwischen zwei Unis im gleichen Studienfach zu vereinfachen. Das sei "längst überfällig". Geschehen soll das durch einander angeglichene Curricula, wodurch laut Kuntzl auch Schwerpunkte in Lehre und Forschung gesetzt werden könnten. (red, 17.2.2016)

  • Gegen eine "Abqualifizierung" von wenig gefragten Fächern tritt SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl auf.
    foto: standard/cremer

    Gegen eine "Abqualifizierung" von wenig gefragten Fächern tritt SPÖ-Wissenschaftssprecherin Andrea Kuntzl auf.

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