Focus-Studie: Printwerbung am informativsten

17. Februar 2016, 15:08
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Fessel: "Wahrnehmung von Werbung im Printbereich hat sich zwischen 2000 und 2015 von 35 auf 42 Prozent verbessert"

Wien – Besonders informativ, modern, originell, sympathisch: Das Ergebnis einer Studie zu Wahrnehmungswerten und Image heimischer Werbeträger freut die Verleger. Im Auftrag des Verbands Österreichischer Zeitungen (VÖZ) untersuchte das Marktforschungsinstitut Focus, wie Werbung in Österreich wirkt. Die Studie sei aber "völlig unabhängig", betont deren Leiter Klaus Fessel.

Über 15 Jahre wurden mehr als 22.000 Einzelsujets abgetestet und rund 200.000 Interviews durchgeführt. Verglichen wurden dabei klassische Medien, der Bereich Onlinewerbung wurde ausgeklammert. Insgesamt sei der Werbedruck seit 2000 massiv gestiegen. Angesichts der Flut an Botschaften wollte die Studie herausfinden, was davon Konsumenten noch wahrnehmen.

"Die Wahrnehmung von Werbung im Printbereich hat sich zwischen 2000 und 2015 deutlich von 35 auf 42 Prozent verbessert", sagt Klaus Fessel. Hörfunk und Plakat blieben bei der Wahrnehmung relativ stabil. Einen massiven Rückgang von 44 auf 34 Prozent verzeichnet das Fernsehen. Generell sei Printwerbung "gefälliger" und "attraktiver" geworden.

25.000 Marken hätten 2015 im Printbereich geworben, im TV waren es im Vergleich nur 2.000. 2015 gab Spar Österreich am meisten für Werbung in Zeitungen und Magazinen aus, gefolgt von Hofer, der Lutz-Gruppe, Billa, Lidl, Interspar, Mediamarkt, Porsche.

Ab deutlichsten hat Drogeriemarkt dm seine Werbeaktivitäten in Zeitungen 2015 gesteigert und seinen Werbedruck im Printbereich von 1,7 Millionen im Jahr 2014 auf 5,4 Millionen Euro erhöht. Media-Markt stockte von 11,3 Millionen auf 14,9 Millionen auf. Auch Merkur, Eurowings, Saturn gaben mehr Geld für Printwerbung aus. (ae, 17.2.2016)

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