Nexdock: Dock verwandelt Smartphones zu Laptops

20. Februar 2016, 09:55
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Kombigerät aus Tastatur, Touchpad und Display soll Verwendung von Continuum und Co erleichtern

Eines der Alleinstellungsmerkmale von manchen Windows 10-Smartphones ist Continuum. In dem Modus zeigt das Gerät sein Betriebssystem auf einem externen Display in einer Desktop-artigen Ansicht an. Vorausgesetzt wird dafür allerdings ein Dock oder Wireless Dongle, ein Display und idealerweise auch Keyboard und Maus.

Zusatzgeräte, die freilich nicht immer zur Verfügung stehen. Die Erfinder von Nexdock versprechen nun eine Lösung, mit der sich Windows Phones "on the go" als Laptops nutzen lassen sollen. Auch Endgeräte mit anderen Systemen können davon profitieren.

Für Continuum, Raspberry Pi und Co

Nexdock integriert die Docking-Lösung in ein Gehäuse mit Tastatur, Touchpad und Display. Hängt man das eigene Windows-Handy daran an, soll es direkt wie ein kleines Notebook nutzbar sein. Auch mit Android, iOS und anderen mobilen Systemen soll sich das Gerät nutzen lassen, wenngleich diesen allerdings eine zu Continuum vergleichbare Lösung noch fehlt. Anders dürfte dies beim bald erscheinenden Ubuntu-Tablet sein, das erstmals dank des "Convergence"-Modus ebenfalls in einen Desktopmodus umschalten kann.

An Nexdock sollen sich auch Rechner im HDMI-Stick-Format und Geräte wie der Raspberry Pi anhängen lassen. Wer mag, kann es auch einfach als zweiten Monitor für einen existierenden Computer nutzen.

foto: nexdock

Docking-Zukunft

Das TN-Panel in dem Gerät löst mit 1.366 x 768 Pixel auf 14 Zoll auf. Zusätzlich ist auch ein Akku mit 10.000 mAh verbaut und es gibt eine Bluetooth-4.0-Schnittstelle. Weiters sind ein miniHDMI-Port, zwei USB-Anschlüsse, ein SD-Reader sowie ein 3,5mm-Klinkenausgang für Kopfhörer und Headsets integriert. Nexdock misst 35,1 x 23,3 x 2 Zentimeter und wiegt knapp 1,5 Kilogramm.

Die Entwickler erwarten für die Zukunft, dass Menschen kleine, portable Rechner bzw. ihre Smartphones mit Ausstattung und System nach Wahl mit sich herumtragen, die über derlei Lösungen verschiedene Formfaktoren annehmen können. Sofern erfolgreich, will man selber auch entsprechende Lösungen realisieren.

foto: nexdock

Auslieferung für Juni geplant

Nexdock, das ein wenig an die Padfone-Reihe von Asus erinnert, soll in diesem Sinne auch zur Vermeidung von Elektroschrott beitragen. Docks in Notebook- oder Tablet-Form können auf verschiedene Hardware-Komponenten verzichten.

Bei der Umsetzung ist man offenbar schon weit fortgeschritten, denn das Gerät soll bereits im Juni ausgeliefert werden. Auf Indiegogo will man nun die letzten Produktionsschritte per Crowdfunding finanzieren und dabei gleichzeitig genug "Bestellungen" generieren, um in die Massenproduktion starten zu können. Bis Mitte März sollen 300.000 Dollar zusammen kommen.

Interessenten können ein Laptop-Dock derzeit noch für 99 Dollar (derzeit rund 89 Euro) reservieren. Der reguläre Crowdfundingpreis wird mit 119 Dollar (circa 107 Euro) angegeben. Im freien Verkauf soll das Produkt später 149 Dollar (134 Euro) kosten. Die Portokosten stehen noch nicht fest. (gpi, 20.02.2016)

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