Ein Drittel Sitzenbleiber an Volksschule für Volksanwalt "außergewöhnlich"

17. Februar 2016, 12:35
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Fichtenbauer: Kein vergleichbarer Sachverhalt bekannt

Groß-Siegharts/Wien – "Die Volksanwaltschaft prüft immer aus gutem Grund, auch im Fall der Volksschule Groß-Siegharts": Mit diesen Worten hat am Mittwoch Volksanwalt Peter Fichtenbauer auf die Kritik des Elternvereins vom Wochenbeginn reagiert. Dass mehr als ein Drittel der Schüler durchfallen, "ist für eine Volksschule außergewöhnlich", betonte er. In der fast 40-jährigen Tätigkeit der Volksanwaltschaft sei kein vergleichbarer Sachverhalt bekannt.

Pflicht, einzugreifen

"Wenn Beschwerden vorliegen, ist es unsere Pflicht, einzugreifen", hielt Fichtenbauer fest. "Die Prüfung des Sachverhalts wurde bereits eingeleitet und die Stellungnahme des Landeshauptmanns ist abzuwarten."

Imageschaden befürchtet

Der Vorstand des Elternvereins an der Volksschule Groß-Siegharts hatte am Montag auf einen erheblichen Imageschaden für die Schule hingewiesen, den die Lehrer und Schüler nicht verdient hätten. Die betroffene Lehrerin sei als kompetente Pädagogin bekannt. "Wir fragen uns, ob es eine für die Volksanwaltschaft gerechtfertigte Vorgehensweise ist, die Medien mit polemischen Pressemitteilungen zu informieren, bevor man mit der entsprechenden Schule Kontakt aufnimmt und dort nachfragt, wie es überhaupt dazu kommen konnte", hieß es in einer Aussendung. Von der Schule selbst gab es bisher dazu keine Stellungnahme. (APA, red 17.2.2016)

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    grafik: apa
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