Promotion - entgeltliche Einschaltung

Der reinste Kindergarten – der Zirkus um die Kinderbetreuung

17. Februar 2016, 14:38

Das Thema Kinderbetreuung wird von vielen Unternehmen eher stiefmütterlich behandelt. Dabei kann es Vorteile für alle Beteiligten bieten. Im Waldviertel geht man mit gutem Beispiel voran.

In regelmäßigen Abständen befassen sich Medien, Politiker und Arbeitgebervertretungen mit dem Phänomen des Fachkräftemangels. An allen Ecken und Enden zwickt und zwackt es gewaltig, möchte man uns glauben machen. Das Gebärden vieler Unternehmen spricht jedoch eine andere Sprache. Denn wenn es um Anreizsysteme für die händeringend gesuchten Fachkräfte geht, wird es erstaunlich leise auf Arbeitgeberseite. Benefits, die über die Zahl auf dem Lohnzettel hinausgehen, sind oftmals spärlich gesät. Viele Unternehmen verlassen sich immer noch auf ansprechende Gehaltsummen um neue Bewerberinnen und Bewerber zu ködern. Das mag kurzfristig auch erfolgreich sein, doch oftmals sind es Aspekte abseits der monetären Zuwendung, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu bewegen, langfristig in einem Unternehmen zu bleiben.

Kinder oder Karriere – das ist hier die Frage?

Mitarbeiterbindung geht heutzutage über das bloße Aushändigen des Lohnzettels hinaus. Ein wesentlicher Aspekt der für oder gegen einen Job spricht, ist sicherlich die Familienplanung. Und hier ist der Punkt, wo es sich spießt. Denn einerseits ist es inzwischen nicht nur erwünscht, sondern auch notwendig, dass beide Elternteile zum Haushaltseinkommen beisteuern. Auf der anderen Seite sind die Möglichkeiten der ganztägigen Kinderbetreuung enden wollend. Politiker schlagen Alarm, dass die Zahl der Geburten in Österreich rückläufig ist. Wer soll das Pensionssystem aufrechterhalten, wenn die Österreicher keinen Nachwuchs mehr bekommen? Die Alarmbereitschaft der Entscheidungsträger reicht aber nicht soweit, Unternehmen mit in die Pflicht zu nehmen, um dieser gesellschaftlichen Entwicklung entgegen zu treten. Somit bleibt: Wer Vollzeit arbeiten möchte, aber keine Möglichkeit für Kinderbetreuung im selben Ausmaß hat, steht eines Tages vor der Wahl: Kinder oder Karriere. Aber muss man sich immer entscheiden? Und wieso kann nicht beides gleichzeitig funktionieren?

Mehr als nur ein Kindergarten

Dass beides geht, zeigt sich beim Bio-Pionier Sonnentor im Waldviertel. Seit April 2014 komplettiert die betriebliche Kinder-Tagesbetreuung Sonnenscheinchen das Unternehmen in Sprögnitz. Das Ziel dieser besonderen Sozialleistung ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf sicher zu stellen und Verantwortung für die Bedürfnisse der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wahrzunehmen. Bis zu 13 Kinder von 1 bis 6 Jahren werden ganztags von Pädagoginnen betreut. Die Einbindung in die umliegende Natur spielt dabei eine große Rolle. Die Kinder haben jeden Tag die Möglichkeit draußen zu spielen, Obst und Gemüse selber anzubauen. Der Arbeitsplatz der Eltern ist nur einen kleinen Fußweg entfernt. Das erleichtert nicht nur die Koordination mit dem Beruf, sondern gibt auch ein gutes Gefühl, im Bedarfsfall schnell vor Ort zu sein. Das Angebot findet großen Anklang im Unternehmen; kein Wunder bei einer Frauenerwerbsquote von rund 70 Prozent. Für Sonnentor Gründer Johannes Gutmann war die Umsetzung nicht nur deshalb ein wichtiger Schritt: "Mit diesem Projekt möchten wir für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter möglichst familienfreundliche Arbeitsbedingungen schaffen und unsere soziale und gesellschaftliche Verantwortung im Sinne des Gemeinwohls wahrnehmen."

Die Zahl der Unternehmen, die das ähnlich sieht, ist zum Glück steigend, dennoch ist noch viel Potenzial nach oben offen. Im Waldviertel geht man in der Zwischenzeit mit gutem Beispiel voran.


Weitere Informationen unter www.sonnentor.com/sonnenscheinchen.

  • Das Thema betriebliche Kinderbetreuung bietet Diskussionspotenzial – der reinste Kindergarten.
    foto: sonnentor

    Das Thema betriebliche Kinderbetreuung bietet Diskussionspotenzial – der reinste Kindergarten.

  • Maximal 13 Kinder werden von Pädagoginnen in der betrieblichen Kinder-Tagesbetreuung Sonnenscheinchen betreut.
    foto: sonnentor

    Maximal 13 Kinder werden von Pädagoginnen in der betrieblichen Kinder-Tagesbetreuung Sonnenscheinchen betreut.

Share if you care.