Großeinsatz wegen Formaldehydaustritts im Wiener Wilhelminenspital

17. Februar 2016, 09:49
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Behälter war undicht, keine Verletzten

Wien – Im Wiener Wilhelminenspital ist Mittwochfrüh giftige Formaldehydlösung ausgetreten. Die Feuerwehr gab Alarmstufe 2 und rückte mit einem Großaufgebot an. Verursacht hat den Vorfall ein leckes Gebinde: Der Kanister war mit etlichen weiteren Behältern zur Entsorgung bereitgestellt gewesen.

Der Einsatzort lag im Keller der Pathologie im Pavillon 31 des Spitals in der Montleartstraße. 19 Fahrzeuge mit 80 Mann wurden aufgeboten, zudem fuhr vorsorglich die Berufsrettung Wien am Einsatzort in Ottakring vor.

"Einsatzkräfte der Feuerwehr haben in Chemikalien-Schutzanzügen und unter Atemschutz den Schadstoff aufgefangen und aus dem Keller geborgen. Danach konnte der Stoff einer umweltgerechten Entsorgung zugeführt werden", berichtete Feuerwehrsprecher Gerald Schimpf. Die Arbeiten waren nach etwa zwei Stunden abgeschlossen.

"Es wurde niemand verletzt. Patienten waren zu keiner Zeit gefährdet, da der Schadstoffaustritt in der Pathologie erfolgt ist", sagte der Feuerwehrsprecher.

Formaldehyd kann laut Chemielexikon Allergien, Haut-, Atemwegs- und Augenreizungen verursachen. Eine Krebs verursachende Wirkung wird vermutet. Akute Lebensgefahr, etwa durch ein toxisches Lungenödem oder eine Pneumonie, besteht ab einer Konzentration von 30 Milliliter pro Kubikmeter. (APA, 17.2.2016)

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