Apple sammelt Milliarden auf Anleihenmarkt ein

17. Februar 2016, 06:31
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Um Steuern zu sparen, nimmt der US-Konzern Apple trotz riesiger Geldreserven frische Mittel bei Investoren auf

Cupertino – Um Steuern zu sparen, nimmt Apple trotz riesiger Geldreserven frische Mittel bei Investoren auf. Der Konzern versteigerte am Dienstag eine Anleihenserie mit sieben Laufzeiten von 2018 bis 2046, wie aus dem vorläufigen Entwurf des bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereichten Wertpapierprospekts hervorgeht.

Die Auktion habe zwölf Milliarden Dollar (umgerechnet 10,8 Milliarden Euro) in die Kasse gespült, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf eingeweihte Kreise. Angesichts der hohen Nachfrage – die Gebote hätten über 28 Milliarden Dollar erreicht – habe Apple zwischenzeitlich eine Erhöhung auf 15 Milliarden Dollar diskutiert.

Geldberg

Das Unternehmen besorgt sich seit Jahren immer wieder hohe Summen bei Anlegern, obwohl es zuletzt einen Geldberg von 216 Milliarden Dollar hortete. Hintergrund ist steuerrechtliches Kalkül – da sich die Barreserven größtenteils außerhalb der USA befinden, würde bei Verwendung in der Heimat der Fiskus zuschlagen.

Apple dürfte das Geld aus den Anleiheauktionen vor allem für milliardenschwere Aktienrückkäufe nutzen. Finanzchef Luca Maestri hatte nach Vorlage der Quartalszahlen Ende Jänner bereits angekündigt, dass Apple 2016 sehr aktiv am Anleihemarkt sein werde.

Der Konzern versteigerte am Dienstag sowohl Papiere mit variabler als auch mit fester Verzinsung. Die zehnjährigen Schuldverschreibungen beispielsweise habe Apple zu einer Rendite von etwa 3,3 Prozent angeboten, berichtete das "Wall Street Journal". Damit würden sie rund 1,5 Prozentpunkte mehr abwerfen als US-Staatsanleihen.

Prominente Investoren stoßen Anteile ab

Die beiden US-Investoren Carl Icahn und David Einhorn haben indes ihre Beteiligung deutlich nach unten gefahren. Der Investmentfonds Greenlight Capital von Einhorn hielt Ende Dezember mit 6,28 Millionen Aktien 44 Prozent weniger als noch drei Monate zuvor, wie am Dienstag (Ortszeit) aus Unterlagen für die US-Börsenaufsicht hervorging.

Carl Icahn reduzierte seine Beteiligung demnach um 13 Prozent und besaß Ende Dezember noch 45,76 Millionen Apple-Aktien. Vom Kapital von Apple hält Einhorn damit noch 0,1 Prozent. Icahn kommt auf 0,8 Prozent.

Die beiden Investoren gehören zu den Anlegern von Apple, die das Unternehmen in den vergangenen Jahren heftig kritisiert hatten. Sie warfen dem Technologieriesen vor, die Aktionäre nicht kräftig genug am Erfolg des Unternehmens teilhaben zu lassen. Als Reaktion darauf begann Apple damit, Aktien im großen Stil aufzukaufen. (APA, 17.2.2016)

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Apple

  • Apple nimmt trotz großer Reserven Geld bei Investoren auf.
    foto: reuters/rehle

    Apple nimmt trotz großer Reserven Geld bei Investoren auf.

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