Quiz: Die Sprachen der Welt

Quiz20. Februar 2016, 17:00
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Der 21. Februar ist der Tag der Muttersprache. Stellen Sie Ihr Wissen über die sprachliche Vielfalt Österreichs unter Beweis!

Es kann jedem Österreicher passieren: Er sitzt in seinem Fauteuil und macht sich gerade daran, die von Mutter oder Oma aus dem heimatlichen Kaff mitgebrachte Powidl-Mehlspeise zu genießen, da stößt er – Teschek, der er ist – in einem unaufmerksamen Moment das Häferl mit der Melange zu Boden. Nichts also mit Genuss, stattdessen muss das Lavoir geholt und der Schlamassel beseitigt werden. Über die Buchteln kann er sich anschließend ja trotzdem noch hermachen, und derart gestärkt geht es hinaus aufs Trottoir.

Mit solchem Schmonzes will er sich ohnehin nicht allzu lange abgeben: Beim anstehenden Rendezvous wird er sich als generöser Pascha zeigen, hat er doch erst kürzlich mit einer Menge Masel ordentlich Reibach gemacht. Aber "Pomali!" – denn gehudelt soll nicht werden, und ein Pivo mit dem Maroniröster bei der Tram-Station hat als kleiner Digestif noch nie geschadet. Dabei ist jedoch Obacht dringend geboten, denn ehe man sich versieht, werden solche Drinks zum Bumerang, der ganze Heckmeck wäre umsonst gewesen, und man läge des Nächtens schon wieder alleine unter der Tuchent.

Lehnwörter, Lehnwörter überall!

Jiddismen, Gallizismen, Turzismen, Slawismen, so weit das Auge reicht. Wie es "fremde" Lehnwörter in eine Sprache schaffen, ist sehr unterschiedlich. So war Französisch lange Zeit die Modesprache, heute dominiert hingegen das Englische. Andere schafften es über die Sprecher selbst in unseren Sprachraum: Österreich und vor allem der Wiener Raum hat schon zu Zeiten des Kaiserreichs eine große Anziehungskraft gehabt. Tschechisch gehörte nicht nur in Wien lange Zeit zum Stadtbild, Jiddisch ebenso.

Heute sind das eher Türkisch, eine der südslawischen Sprachen – beinahe jeder zweite Einwohner mit Migrationshintergrund hat eine dieser Muttersprachen – oder gar das sogenannte Bundesdeutsch. Letzteres wirkt auch über Kunst und Kultur stark auf den kleinen Nachbarn Österreich ein: Denken Sie nur an die zwei an sich harmlosen Wörtchen "Tschüss" und "lecker", die vielen Sprachpuristen sauer aufstoßen.

Was wissen Sie über Sprache?

Der Internationale Tag der Muttersprache wurde im Jahr 2000 von der Unesco ausgerufen und geht auf die Unterdrückung der bengalischsprechenden Bevölkerung im damaligen Ostpakistan (heute: Bangladesch) zurück. Die führte am 21. Februar 1952 zu Protesten in der Hauptstadt Dhaka, bei denen mehrere Studenten von der Polizei getötet wurden. Aus diesem Anlass haben wir einige Fragen – nach Möglichkeit mit Österreich-Bezug – für Sie zusammengestellt und sind gespannt auf Ihre Ergebnisse. (jnk, 20.2.2016)

  • Anfang 2006 erreichte der Kärntner Ortstafelstreit die Bundeshauptstadt Wien. Unbekannte hatten in der Nacht zum 27. Februar an der Autobahn-Südausfahrt ein  slowenisches Zusatzschild montiert. Artikel 7 des Staatsvertrages garantiert auch das Recht der österreichischen Slowenen auf ihre Sprache.
    foto: apa/harald schneider

    Anfang 2006 erreichte der Kärntner Ortstafelstreit die Bundeshauptstadt Wien. Unbekannte hatten in der Nacht zum 27. Februar an der Autobahn-Südausfahrt ein slowenisches Zusatzschild montiert. Artikel 7 des Staatsvertrages garantiert auch das Recht der österreichischen Slowenen auf ihre Sprache.

  • Sie sehen: Buchteln. Auch Wuchteln, Buchty, Bukta, Buhtle oder Napuhanci genannt. Ein Klassiker der böhmischen Küche, die großen Einfluss auf Ess- wie auch Sprechgewohnheiten der Österreicher hat.
    foto: wikimedia, gerhard juengling cc by-sa 3.0

    Sie sehen: Buchteln. Auch Wuchteln, Buchty, Bukta, Buhtle oder Napuhanci genannt. Ein Klassiker der böhmischen Küche, die großen Einfluss auf Ess- wie auch Sprechgewohnheiten der Österreicher hat.

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