Erste internationale Bewährungsprobe für Zidane

16. Februar 2016, 14:26
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Real bekommt es im CL-Achtelfinale mit AS Roma zu tun. Die Elf von Luciano Spalletti soll auf dem Weg zum elften Triumph in der Königsklasse kein Stolperstein sein

Rom/Gent – Nach seinem eindrucksvollen Einstand in der Liga muss sich Real-Madrid-Trainer Zinedine Zidane am Mittwoch (20.45) erstmals auf internationaler Ebene beweisen. Im Achtelfinal-Hinspiel der Champions League treffen die Madrilenen auswärts auf die AS Roma. Für den ehemaligen Juventus-Star wird die Partie auch eine Rückkehr nach Italien.

Fünf Jahre lang stand Zidane bei Juventus unter Vertrag, bevor er 2002 für die Rekordsumme von 73,5 Millionen Euro nach Madrid wechselte. Zweimal gewann er mit den Turinern die Meisterschaft, ebenso oft wurde er in dieser Zeit zum Weltfußballer gewählt.

Mit dem Schwung aus der Liga nach Rom

Im Stadio Olimpico wartet mit Roma der erste internationale Prüfstein auf Zidane, der die Madrilenen zum elften CL-Sieg führen soll. In der Liga hat er dem Team nach der Ablöse von Rafael Benitez neuen Glanz verliehen, das 4:2 gegen Athletic Bilbao am Wochenende war der fünfte Sieg im sechsten Spiel. Dementsprechend zufrieden zeigte sich der 43-Jährige.

"Wir sind bereit für das Spiel gegen die Roma, ich bin sehr glücklich mit der Form meiner Mannschaft", sagte Zidane, der gegen Bilbao Mittelfeldstratege Isco schonte. Dass er am Mittwoch auf Pepe und Gareth Bale verzichten muss, dürfte zu verkraften sein.

Argument für Real: Ronaldo

Die Offensive um Cristiano Ronaldo agiert seit dem Trainerwechsel in Höchstform, erzielte 23 Treffer in den sechs Spielen. In der Champions League führt Ronaldo die Torjägerliste mit elf Treffern deutlich an.

Auch die Römer haben gerade erst einen Trainerwechsel vollzogen. Luciano Spalletti, bereits von 2005 bis 2009 im Amt, übernahm im Jänner von dem Franzosen Rudi Garcia, seither geht es wieder bergauf. Nach vier Siegen in Folge liegt die Roma in der Serie A nun auf Platz vier. Auf die Frage, ob man gegen Real bestehen kann, zeigte sich Spalletti angriffslustig: "Wir präsentieren bestimmt keine ärztliche Bescheinigung, damit wir nicht spielen müssen."

Wie man Real schlagen kann, weiß der 56-Jährige aus seiner ersten Amtszeit. Im letzten Duell schaltete Roma die Madrilenen 2008 mit zwei 2:1-Siegen im Achtelfinale aus und scheiterte im Viertelfinale am späteren Sieger Manchester United. Von damals sind noch Daniele De Rossi und Francesco Totti dabei. Der Angriff ist mit Neuzugang Stephan El Shaarawy, Mohamed Salah und Edin Dzeko aber immer noch hochkarätig besetzt.

Büffel vs. Wölfe

Im zweiten Mittwoch-Spiel (20.45 Uhr, ZDF) treffen die KAA Gent und der VfL Wolfsburg aufeinander, für beide ist es das erste Champions-League-Achtelfinale. Während die Belgier in Gruppe H Rapid-Gegner Valencia und Olympique Lyon hinter sich ließen, wurde Wolfsburg in einer Gruppe mit Eindhoven, Manchester United und ZSKA Moskau sogar Erster.

"Die Favoritenrolle können wir den Belgiern nicht zuschieben", sagte Wolfsburg-Manager Klaus Allofs trotz der Ausfälle von Diego Benaglio, Naldo und Daniel Caligiuri. Und trotz der kaum überwundenen Krise in der Bundesliga: "Das wäre unrealistisch und ist auch nicht nötig." Favorit sei man schließlich auch, "wenn man nur 51:49-Favorit ist".

Allerdings liegt das Team von Trainer Hein Vanhaezebrouck in Belgien nach dem ersten Meistertitel im vergangenen Jahr derzeit punktegleich mit dem FC Brügge an der Tabellenspitze. Zudem hat man in der Champions League zu Hause noch kein Spiel verloren. "Da muss man keine kleine Mannschaft erwarten. Die spielen guten Fußball", sagte Allofs, dessen Team am Samstag gegen Ingolstadt (2:0) den ersten Sieg seit dem Erfolg gegen Manchester United am 8. Dezember feierte. (APA, red, 16.2.2016)

  • Die Römer sollen das Team von Zinedine Zidane auf dem Weg zum elften Champions-League-Titel nicht aufhalten.
    foto: reuters/marcelo del pozo

    Die Römer sollen das Team von Zinedine Zidane auf dem Weg zum elften Champions-League-Titel nicht aufhalten.

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