Ausbildungspflicht: Behindertenverband warnt vor Verschlechterung

16. Februar 2016, 14:17
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Der Gesetzesentwurf schränke die Möglichkeiten von Menschen mit Beeinträchtigungen noch mehr ein, so die Kritik

Wien – Der Behindertenverband ÖZIV kritisiert Benachteiligungen von Jugendlichen mit Behinderung bei der geplanten Ausbildungspflicht. Diese soll für Jugendliche bis 18 gelten, jedoch für Menschen mit Behinderung ruhen, so der ÖZIV am Dienstag via Aussendung.

Der Entwurf befindet sich noch bis 8. März in Begutachtung, doch schon jetzt mahnt der Behindertenverband vor "Willkür und Diskriminierung" sowie von "Beraubung jeder Perspektive für behinderte Jugendliche". Der ÖZIV fordert unter anderem die Streichung von "diskriminierender Passengen aus dem Entwurf" und die Anpassung des Textes an die UN-Konventionen sowie "die Ausweitung der inklusiven Bildungsmöglichkeiten auch für Jugendliche über 18".

Schon jetzt seien Menschen mit Behinderung überdurchschnittlich von Arbeitslosigkeit und Armut betroffen, lediglich 30 Prozent der Menschen mit schweren Behinderungen hätten eine dauerhafte Anstellung, beklagt die Interessensvertretung weiters. Zudem werden geplante Budgetkürzungen im Bereich der Beschäftigungsinitiativen für behinderte Menschen kritisiert. (APA, 16.2.2016)

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