Team-Stronach-Prozess: 8.000 Euro, die niemand bezahlen will

16. Februar 2016, 13:53
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Ein Meinungsforschungsinstitut hat das Team Stronach wegen einer offenen Rechnung geklagt, der Prozess wurde vertagt

Am Montag begann am Bezirksgericht Innere Stadt in Wien der Prozess zwischen dem Marktforschungsinstitut Market und dem Team Stronach. Es geht um eine nicht bezahlte Rechnung in der Höhe von 8.364 Euro. Nachdem ein geladener Zeuge nicht erschien, vertagte der Richter den Prozess auf den 21. März. Dann soll auch ein Urteil fallen.

Aktenzeichen Auftraggeber

Das Geld ist fällig, seitdem Market in Salzburg im April 2015 eine Umfrage durchführte, die ausloten sollte, wie bekannt vier Politiker des Landesverbandes vom Team Stronach seien. Auch die Popularität der Partei wurde abgefragt.

Die fällige Rechnung aber wollte niemand bezahlen. Denn die Bundespartei wie auch der nunmehrige Chef des Team Stronach Salzburg, Helmut Naderer, meinen, sie hätten die Studie nicht in Auftrag gegeben. Vielmehr habe dies Landesrat und Ex-Parteichef Hans Mayr, der mittlerweile aus dem Team Stronach ausgetreten ist, eigenmächtig getan. Mayr allerdings behauptet, sein Vorgehen wäre mit der Wiener Parteileitung abgesprochen gewesen. Sie müsste nun auch für die Rechnung aufkommen.

Das Ergebnis der Studie, bei der Market vierhundert Telefoninterviews durchführte, fiel für das Team Stronach übrigens äußerst bescheiden aus: Nur ein Drittel der Befragten glaubten an den Fortbestand der Partei bis zur Landtagswahl 2018. (red, 16.2.2016)

  • Hans Mayr war bei den Landtagswahlen 2013 Spitzenkandidat des Team Stronach.
    foto: apa/barbara gindl

    Hans Mayr war bei den Landtagswahlen 2013 Spitzenkandidat des Team Stronach.

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