Mond- und Mars-Raumschiff Orion vor neuen Tests

16. Februar 2016, 11:43
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US-Kapsel soll 2018 erstmals ins All reisen – Erste bemannte Flüge ab 2020

Bremen/Washington – Sofern alles nach Plan läuft und die Geldmittel nicht gekürzt werden, dann soll das bemannte Raumschiff Orion der Nasa schon in zwei Jahren erstmals ins All fliegen. Ein großer Teil der Technik kommt aus Europa: Antrieb, Energieversorgung und Lebenserhaltungssysteme übernimmt das Service-Modul. Das European Service Module (ESM) hat das Raumfahrtunternehmen Airbus Defence and Space entwickelt hat.

Bis es allerdings soweit ist, muss das Modul zahlreiche Tests durchlaufen. Ein erstes Modell des Antriebs wird sich nach Angaben eines Airbus-Sprechers dazu in Kürze auf die Reise machen.

Ein Bremer Zulieferer hat vier Treibstofftanks aus Edelstahl gefertigt, die jeweils 2.000 Liter fassen. Am Mittwoch sollen die Tanks nach Schweden transportiert werden, wo Experten das Antriebssystem zusammenbauen werden. Ab Herbst soll dieses in den USA getestet und auch richtig gezündet werden.

Service-Modul aus ATV-Basis

Das ESM basiert auf der Technik des europäischen Raumtransporters ATV, den Airbus Defence and Space in Bremen gebaut hat. Die Europäische Raumfahrtbehörde ESA hatte das Programm nach fünf Modellen eingestellt.

Das Orion-Raumschiff soll bei seinem ersten Flug unbemannt den Mond umkreisen und wieder zur Erde zurückkehren. Ab 2020 sollen es dann mit Astronauten an Bord starten. (APA, red, 16.02.2016)

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