18 Verdächtige im Vergewaltigungsfall an Grazer Schule

16. Februar 2016, 11:15
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Lehrerin und Schülern wird unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen

Graz – Im Fall der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 15-Jährigen an einer Grazer Schule werden derzeit Ermittlungen gegen 18 Verdächtige geführt. Unter ihnen befinden sich jene sechs Burschen, die das Mädchen missbraucht haben sollen, sowie eine Lehrerin und andere Schüler und Schülerinnen. Bei der Lehrerin stellt sich die Frage, ob sie dem Schulleiter früh genug Meldung gemacht hat.

Hansjörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, bestätigte einen Bericht der "Kleinen Zeitung" vom Dienstag, wonach die Lehrerin von der Polizei als Beschuldigte vernommen wurde. Sie könnte von den Übergriffen gewusst und nichts oder zu spät etwas dagegen unternommen haben. Auch anderen Schulkameraden wird unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen. Insgesamt werden vier Vorfälle überprüft, sagte Bacher. Die Ermittlungen laufen noch, ob es zu einer Anklage kommt, steht daher noch nicht fest.

Die sechs Hauptverdächtigen sollen einer "auffälligen" Clique angehört haben und die 15-Jährige im Mai 2015 im Ärztezimmer der Neuen Mittelschule vergewaltigt haben. Die Burschen haben im Herbst die Schule verlassen und wurden wenig später auf freiem Fuß angezeigt. Aufgekommen war der Fall nämlich erst Monate später, als das Opfer sich an einer neuen Schule einer Betreuerin anvertraute. (APA, 16.2.2016)

Hinweis aus der Redaktion: Liebe Userinnen und User, bitte respektieren Sie, dass die Redaktion im Einzelfall abwägt, ob die Herkunft von (mutmaßlichen) TäterInnen und Beschuldigten – hier insgesamt 18 – genannt wird oder nicht. Mehr dazu finden Sie hier.

  • Symbolfoto.
    foto: apa / herbert pfarrhofer

    Symbolfoto.

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