Aida expandiert in Nachbarländer

15. Februar 2016, 14:41
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Eröffnung von Kaffeehäusern vor allem in Deutschland und der Schweiz geplant, Verhandlungen mit Franchisenehmern laufen

Wien – Wiener Melange und Süßes will die Konditoreikette Aida künftig auch Kunden in Deutschland und der Schweiz servieren. "Wir wollen in den Nachbarländern etwas Großes aufziehen", sagte Aida-Chef Dominik Prousek dem "Wirtschaftsblatt" vom Montag. Auch in Österreich stehen die Zeichen auf Expansion, der Ausbau "in großem Stil" soll noch heuer beginnen.

Im gesamten deutschsprachigen Raum seien "ein paar hundert" Filialen möglich, die Verhandlungen mit großen Partnern würden bereits laufen. In Österreich will das Traditionsunternehmen erste Schritte in die Bundesländer machen. Für die Hälfte der Wiener Standorte werden Franchisenehmer gesucht, derzeit sind es vier. Für zehn weitere seien die Verhandlungen im Laufen. An einem Standort in der Nähe der Votivkirche will Aida ein modernes Konzept durchziehen, das aber nicht beispielgebend für die restlichen Filialen werden soll. "Aida bleibt Aida", betonte Prousek.

Derzeit 30 Standorte

Derzeit gibt es in Österreich 30 Aida-Standorte. Im Ausland ist das Unternehmen den Angaben zufolge mit sieben Franchisenehmern vertreten. Im Juli soll der Markteinstieg in Katar erfolgen, in Kasachstan sei ein weiteres Kaffeehaus geplant, und auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten will Aida aktiv werden. Der Standort in China sei wieder geschlossen worden, da der Franchisenehmer nicht den Wünschen entsprochen habe, hieß es.

Nach einem Abrutschen in die Verlustzone im Jahr 2011 schreibe Aida seit längerem wieder Gewinne. 2014/15 blieb bei einem Umsatz von rund 23 Millionen Euro allerdings nur ein Überschuss von 60.000 Euro. Prousek begründete das mit einer Mietrückzahlung für 20 Filialen in Höhe von 950.000 Euro, für die in den Jahren davor zum Teil Rückstellungen gebildet worden seien. 2015/16 rechnet er – nicht zuletzt dank der Auslandsexpansion – mit einem Umsatzplus von rund fünf Prozent auf 24 Millionen Euro. Das Auslandsgeschäft mache mittlerweile acht bis zehn Prozent des Umsatzes aus. Die Gewinnerwartung liegt bei rund 500.000 Euro.

Die Registrierkassenpflicht ist für Prousek kein Problem, im Gegenteil: "Wir rechnen dadurch sogar mit weniger Schwund."

Die Großkonditorei wurde 1913 von Rosa und Josef Prousek in Wien-Alsergrund eröffnet, vor dem Zweiten Weltkrieg gab es elf Geschäfte. 1976 übersiedelte die Produktion nach Floridsdorf. Bis 2001 wuchs das Filialnetz auf 26 Standorte, 2013 begann die internationale Expansion. (APA, 15.2.2016)

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