Stahlarbeiter protestieren gegen Dumpingpreise

15. Februar 2016, 13:14
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5.000 auf der Straße, darunter 180 Voestler – Importflut aus China befürchtet

Wien/Linz – In Brüssel haben rund 5.000 Vertreter der europäischen Stahlbranche, darunter auch eine 180 Personen starke Delegation der Voestalpine, gegen Billigkonkurrenz aus China protestiert. Mit weißen und gelben Schutzhelmen zogen die Demonstranten Montagmittag zum Gebäude der EU-Kommission, von der sie mehr Unterstützung verlangten. "SOS" und "Stoppt China-Dumping" stand auf den Transparenten.

Branche unter Druck

Die vielfach unter Verlusten leidenden europäischen Stahlproduzenten werfen chinesischen Herstellern vor, ihre Stahlsorten unter Herstellungskosten auf den EU-Markt zu bringen. Die EU-Kommission hat schon in mehreren Fällen Strafzölle wegen Dumpings verhängt. Eine Reihe von Untersuchungen laufen bei der Behörde noch. Die Kundgebung richtete sich auch gegen das Vorhaben, China den Status einer Marktwirtschaft zuzusprechen, was Einfuhren nach Europa erleichtern würde.

Mit 177 Millionen Tonnen ist die EU ist der zweitgrößte Stahlproduzent nach China. In den vergangenen Jahren gingen in der europäischen Branche laut EU-Kommission rund 40.000 Arbeitsplätze verloren. Auf China entfällt etwa die Hälfte des weltweit produzierten Stahls. Experten zufolge sitzt China auf einer Überproduktion von 340 Millionen Tonnen. (APA, 15.2.2016)

  • 5.000 europäische Stahlarbeiter demonstrierten in Brüssel gegen chinesische Billigimporte.
    foto: reuters/yves herman

    5.000 europäische Stahlarbeiter demonstrierten in Brüssel gegen chinesische Billigimporte.

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