Kuba gibt US-Rakete zurück

15. Februar 2016, 14:00
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Hellfire-Geschoß war 2014 versehentlich nach Havanna gebracht worden

Eine unter merkwürdigen Umständen nach Kuba gelangte US-Panzerabwehrrakete ist von der kubanischen Regierung an die USA zurückgegeben worden. Am Samstag sei die lasergelenkte AGM-114 Hellfire an Vertreter des Eigentümers Lockheed Martin übergeben worden, wie kubanische und US-amerikanische Behördensprecher bekanntgaben.

Die Rakete war im Juni 2014 versehentlich von Paris aus mit einem Air-France-Flugzeug nach Havanna geschickt worden, wie Anfang Jänner 2016 berichtet wurde. Die kubanischen Behörden hatten die Waffe, die nicht in der Ladeliste verzeichnet war, daraufhin beschlagnahmt.

Die für Übungszwecke eingesetzte Rakete enthielt keinen Sprengstoff, sei jedoch voll funktionsfähig. Vermutlich war die Rakete nach einer Nato-Übung in Spanien falsch verladen worden und wurde via Deutschland und Frankreich nach Havanna verschickt. Ein Sprecher des US-Außenministeriums wollte keine Angaben zu den Hintergründen des Fehltransports machen. Doch die verbesserten diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Nachbarn hätten bei den Gesprächen über die Rückgabe geholfen.

Die Hellfire-Raketen werden von Kampfhubschraubern und Drohnen aus als Luft-Boden- oder Luft-Luft-Geschoße eingesetzt. (red, 15.2.2016)

  • Ein Apache-Hubschrauber beim Abfeuern einer Hellfire-Rakete.
    foto: apa/epa

    Ein Apache-Hubschrauber beim Abfeuern einer Hellfire-Rakete.

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