Österreichs Thermen zogen im Vorjahr weniger Gäste an

14. Februar 2016, 17:33
38 Postings

Insgesamt Minus von 1,3 Prozent vor allem wegen Rückgangs im Flachland

Wien – Im vergangen Jahr haben die heimischen Thermen weniger Besucher angezogen als 2014. Vor allem Standorte im Flachland haben dem "Branchenradar" der Kreutzer Fischer & Partner Consulting zufolge teils signifikante Rückgänge zu verkraften. Zuwächse gab es im alpinen Raum. Insgesamt ging die Besucherzahl von 9,316 Mio. Gästen 2014 um 1,3 Prozent auf 9,195 Mio. Gäste 2015 zurück.

Über die Jahre zuvor gab es Anstiege bei den Eintrittszahlen, dieser kapazitätsgetriebene Aufschwung hat voriges Jahr zumindest vorerst aber ein Ende gefunden. Für den Rückgang verantwortlich war laut Branchenradar der heiße Sommer, der sich nicht verkaufsfördernd ausgewirkt habe. Hitze und Thermalwasser als Alleinstellungsmerkmal (USP) passen demnach nicht zusammen.

Berge statt Stadthitze

Trotzdem war der heiße Sommer für manche Thermen ein Gewinn. Um der Hitze des Flachlandes zu entkommen, habe es eine Gästebewegung in die Berge gegeben. Und dort seien dann an Regentagen oder nach Wanderungen doch Thermenbesuche am Programm gestanden. Schaue man die Entwicklung alpiner Thermen an, wie etwa im Salzburger Gasteinertal, dem Tiroler Ötztal oder Bad Kleinkirchheim in Oberkärnten, so sind die Eintritte in alpine Thermen um 2,7 Prozent gegenüber 2014 angestiegen. Bei den Flachland-Thermen gab es aber ein Minus von 2,4 Prozent.

Ein entscheidender Erfolgsfaktor sei das Thermen angeschlossene qualitative und quantitative Bettenangebot. Durch eine Erweiterung in Stegersbach in Burgenland habe es dort auch ein Gästeplus gegeben, und zwar eines der wenigen in Thermen im Flachland im vergangenen Jahr, so der Branchenradar. (APA, 14.2.2016)

Share if you care.