"Die längsten 23 Minuten meines Lebens"

13. Februar 2016, 21:30
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  • Ried – Salzburg

Paul Gludovatz (Ried-Trainer): "Ich habe Salzburg zweimal live gesehen und war sehr angetan. Das Konzept von Garcia ist anders als bisher, umso verwunderlicher waren unsere zahlreichen Offensivaktionen, die sogar zu Chancen geführt haben. In der Halbzeit habe ich gesagt, Salzburg muss jetzt aufmachen, vielleicht machen wir über einen Konter ein Tor. In der zweiten Hälfte ist es eng geworden, die Schlussphase waren die längsten 23 Minuten meines Lebens. Es ist klar, dass wir nicht über spielerische Glanzmomente zu unseren Siegen kommen, im Abstiegskampf werden unsere Kampfkraft und hoffentlich die Heimstärke entscheidend sein."

Oscar Garcia (Salzburg-Trainer): "In der ersten Hälfte war eindeutig Ried besser, sie haben die Zweikämpfe gewonnen und Chancen gehabt. In der zweiten Hälfte war es umgekehrt, aber im Fußball ist es oft so, dass ausgerechnet wenn du besser spielst, der Gegner die Tore macht. Für uns war es das dritte Spiel in einer Woche, wir hatten es schwer, ins Spiel zu kommen. Es war ein Schock, dass unser bester Spieler (Anm.: Kapitän Jonatan Soriano) ausfällt, das hat man vielleicht auch auf dem Spielfeld gesehen. Aufgrund dessen, was ich heute gesehen habe, wird Ried auch nächste Saison in der Bundesliga spielen."

Thomas Fröschl (Ried-Torschütze): "Ich hatte viel Zeit zu überlegen, aber ich hatte schon den Plan, den Ball am Kopf von Walke vorbeizuschießen und nicht flach. Egal wer das Tor macht, Hauptsache wir machen den Dreier. Nach dem Transfer haben die Leute viel geredet und geschimpft, dass ich jetzt zwei Tore gemacht habe, ist natürlich sehr schön."

  • Altach – Mattersburg

Damir Canadi (Altach-Trainer): "Beide Mannschaften waren sehr gut organisiert. Aus dem ersten Stellungsfehler unsererseits hat Mattersburg den ersten Treffer erzielt und aus dem zweiten Stellungsfehler das 2:0. Wir waren nicht zielstrebig genug und haben derzeit Probleme, Chancen zu kreieren. Die Niederlage tut sehr weh, auch weil beide Mannschaften vor dem Spiel gleich viele Punkte hatten."

Ivica Vastic (Mattersburg-Trainer): "Wir haben immer an unsere Qualität geglaubt, zuletzt hatte uns auch ein wenig das Spielglück gefehlt. Der Schlüssel zum Erfolg war heute die konsequente Defensivarbeit. Ich denke, der Sieg geht in Ordnung, wir haben das Spiel vor allem vor der Pause kontrolliert und eigentlich nichts zugelassen. Nur nach vorne waren wir vielleicht nicht konzentriert genug. Die drei Punkte tun unserem Selbstvertrauen sehr gut."

  • WAC – Sturm

Heimo Pfeifenberger (WAC-Trainer): "Das Unentschieden geht in Ordnung. Wir hatten in einigen Situationen Pech, ich bin aber froh über den Punkt, er ist gut für das Selbstvertrauen. Insgesamt bin ich mit unserem Auftritt zufrieden. Was die Tabellensituation betrifft, können wir sowieso nur auf uns schauen."

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Es war eine sehr intensive Partie, wir hätten in der zweiten Hälfte die Möglichkeit gehabt, noch zu gewinnen. Wir hatten aber am Schluss bei den WAC-Chancen auch Glück. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir eine junge Mannschaft haben und der WAC eine eingespielte und erfahrene Mannschaft hat."

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