Dijsselbloem gegen Lockerung von Bankregeln

13. Februar 2016, 17:08
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Strengere Vorschriften stärken das Vertrauen in die Finanzbranche, sagt der Eurogruppen-Chef

Amsterdam – Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem hat Forderungen nach einer laxeren Kontrolle des Finanzsektors als Reaktion auf die jüngste Talfahrt von Bankaktien zurückgewiesen. Vielmehr stärkten gerade die strengeren Vorschriften das Vertrauen in die Branche nach der Finanzkrise, sagte er am Samstag im niederländischen Rundfunk. "Wir haben jetzt viel striktere Regeln dafür, wer die Rechnung zahlt, wenn Banken scheitern." Dies bleibe nicht an den Steuerzahlern hängen, weshalb Investoren die Banken genauer unter die Lupe nähmen. "Das führt zu einer Korrektur an den Aktienmärkten."

Der Bankenindex des Euro-Stoxx 50 hat seit Jahresbeginn mehr als ein Viertel nachgegeben. Angesichts dieser Entwicklung hatte unter anderem Italiens Notenbankchef Ignazio Visco gefordert, die Mindestanforderungen für Kapitalpolster der Banken langsamer hochzuschrauben als geplant. Dijsselbloem sagte, dies sei "das Schlimmste, was man machen könnte". Die Kapitalanforderungen müssten vielmehr weiter steigen, um das Vertrauen in die Banken zu stärken. Er warnte zudem davor, eine Krise herbeizureden. Die Institute seien viel stärker als früher, und die Prognose für die europäische Wirtschaft bleibe trotz zuletzt schlechter Nachrichten aus China und den USA verhalten positiv. 13. Feb (Reuters, 13.2.)

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