Teenager wohl für Datenlecks beim US-Geheimdienst verantwortlich

13. Februar 2016, 10:51
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Britische Polizei nahm 16-jährigen Hacker fest

Die britische Polizei hat einen Teenager festgenommen, der für peinliche Datenlecks beim US-Geheimdienst verantwortlich sein soll. Wie die Polizei am Freitag mitteilte, wurde der 16-Jährige am Dienstag in den englischen West Midlands festgenommen. Nach Angaben eines Sprechers soll er sich unerlaubt Zugang zu Computerdaten verschafft haben.

Onlinekonten gehackt

Wie der US-Fernsehsender CNN und die Nachrichtenseite Motherboard berichteten, geht es um Hackerangriffe auf hochrangige US-Geheimdienstvertreter. Im Jänner hatte US-Geheimdienstkoordinator James Clapper eingestehen müssen, dass seine Onlinekonten gehackt worden waren. Laut Motherboard bekannte sich ein Jugendlicher zu dem Hackerangriff auf ClappersInternet- und Telefonkonto. Laut dem Bericht gelang es dem Hacker, Anrufe an Clappers Nummer zur propalästinensischen Bewegung Free Palestine Movement umzuleiten. Zudem sei er in ein Yahoo-Konto von Clappers Ehefrau eingedrungen.

Mails veröffentlicht

Der Hacker mit dem Pseudonym Cracka gehörte demnach einer Gruppe an, die bereits in einen Cyberangriff auf das private E-Mail-Konto des CIA-Direktors John Brennan verwickelt war. Die Enthüllungs-Website Wikileaks hatte im Oktober gehackte E-Mails von Brennan veröffentlicht. Die Dokumente stammten aus einem Postfach beim E-Mail-Dienst AOL, das der Geheimdienstdirektor vor seinem Amtsantritt genutzt hatte. Geheime Informationen enthielt es nicht. Brennan reagierte "empört" auf die Veröffentlichung.

Hatte Journalisten kontaktiert

Die Veröffentlichung erfolgte wenige Tage nachdem ein Hacker in US-Medien erklärt hatte, sich Zugriff auf Brennans Konto beim E-Mail-Dienst AOL verschafft zu haben. Der Hacker, der sich als 13-jähriger Schüler einer High School in den USA bezeichnet, hatte mehrere Journalisten angerufen. Seinen Angaben zufolge befanden sich in Brennans privatem Postfach auch vertrauliche Dokumente. (APA, 13.02.2016)

  • Nicht der 16-jährige Hacker, sondern US-Geheimdienstkoordinator James Clapper.
    foto: apa/afp/molly riley

    Nicht der 16-jährige Hacker, sondern US-Geheimdienstkoordinator James Clapper.

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