uTorrent: Nutzer können sich von Werbung freikaufen

12. Februar 2016, 15:55
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"uTorrent Ad-free" kostet fünf Dollar im Jahr und soll Alternative zu Pro-Version bieten

Lange war uTorrent der Liebling vieler Bittorrent-Nutzer. Der Client verband ein minimalistisches Interface mit zahlreichen nützlichen Funktionen und ermöglichte den übersichtlichen Download von Torrents, ohne viel Ressourcen zu belegen.

Die 2005 erstmals veröffentlichte und 2006 vom ursprünglichen Entwickler an die BitTorrent Inc. Veräußerte Software war lange kostenlos und werbefrei verwendbar. Doch 2010 begann man, nach Wegen zu suchen, um Einnahmen zu generieren. Zuerst wurde eine Version veröffentlicht, die eine Toolbar für den Suchanbieter Conduit mitinstallierte, ein Jahr später gab es ein Bundle mit Microsoft Bing.

Seit 2012 gibt es abschaltbare Werbung, von Bannern bis hin zu "empfohlenen Torrents". Und vergangenes Jahr sorgte man für eine Kontroverse, als man in Form von Epic Scale ein Mining-Tool für die Kryptowährung Litecoin mit in Umlauf brachte, was aufgrund verärgerter Proteste allerdings schnell eingestellt wurde.

Ad-free als Alternative für Pro-Version

Daneben hatte man auch eine "Pro-Version" von uTorrent etabliert. Für 20 Dollar pro Jahr lässt sich uTorrent werbefrei verwenden, dazu verspricht man automatischen Schutz vor Viren und Malware, besseren Kundensupport, Konvertierungsfunktionen für heruntergeladene Medieninhalte und integriertes Streaming. Dem gesellt sich nun eine rein werbefreie Option hinzu, berichtet Übergizmo.

Für fünf Dollar Jahres-Obulus können sich Nutzer von den Bannern und anderen Werbeformen freikaufen. Alle anderen "Pro"-Features bleiben dem teureren Angebot vorbehalten. Damit dürfte man versuchen, jene Nutzer an Bord zu holen, die keinen Bedarf für Sonderfunktionen haben, sich von den Einblendungen aber gestört fühlen.

Alternativen werden beliebter

Ob der Plan aufgeht, wird sich weisen. Der Schritt zur Kommerzialisierung hat uTorrent viele Sympathien gekostet. Diverse Alternativ-Tools erfreuen sich dafür mittlerweile großer Beliebtheit. Empfohlen wird etwa häufig qBittorrent, ein Open Source-Werkzeug, das vom Aufbau her nicht ganz zufällig an uTorrent erinnert. (gpi, 12.02.2016)

  • Seit einigen Jahren tauch in uTorrent an diversen Stellen Werbung auf.
    foto: utorrent

    Seit einigen Jahren tauch in uTorrent an diversen Stellen Werbung auf.

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