Matterburg sucht Trendumkehr in Altach

12. Februar 2016, 15:16
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Vastic nach acht Bundesligapartien ohne Sieg und Cup-Aus: "Müssen hellwach sein"

Altach/Mattersburg – Den Abwärtstrend stoppen will Mattersburg am Samstag (18.30) im Duell der punktegleichen Tabellennachbarn in Altach. Acht Ligaspiele ist die Vastic-Elf ohne Dreipunkter, das Cup-Aus gegen St. Pölten war der nächste Dämpfer. Zum Frühjahrsauftakt gab es immerhin ein beherzt erkämpftes 3:3 in Ried, die Erinnerungen an Altach sind zudem gut: Dort holte man am 24. Oktober (2:1) den bisher letzten Sieg.

So erfolgreich der Meisterschaftsstart für den Aufsteiger auch verlief, so blieben die Erfolgserlebnisse in der jüngsten Zeit aus. Vier Punkte aus den jüngsten acht Partien sprechen eine deutliche Sprache. In dieser Phase rutschten die Burgenländer auch vom vierten auf den siebenten Platz zurück. Und mit Karim Onisiwo musste man den besten Offensivmann ziehen lassen.

Beim 1:2 im Heimspiel des Cup-Achtelfinales am vergangenen Dienstag war trotz spielerischer Überlegenheit nichts zu holen. "Das alles hilft dir leider nichts, ist einfach zu wenig, wenn es um das Endresultat geht", klagte Trainer Ivica Vastic, dessen Team wie schon beim 3:3 in Ried einem 0:1-Rückstand nachlaufen musste. Während man im Innviertel aber zu zehnt noch die Wende schaffte, klappte das gegen den Erste-Liga-Vertreter St. Pölten nicht.

(Keine) Angst vor Gegentoren

"Wir müssen in der Anfangsphase hellwach sein, schließlich werden die Hausherren alles daran setzen, gleich Druck auszuüben. Da müssen wir auf der Hut sein, um nicht wieder ein schnelles Gegentor einzufangen", warnte Vastic vor Altach, versuchte sich zugleich aber in Optimismus: "Wenn wir mit der nötigen Konzentration ins Spiel gehen, mutig die Zweikämpfe bestreiten und auch in den Kopfballduellen präsenter sind, dann ist dort sicherlich etwas zu holen." Allerdings gelang erst einmal in der Oberhaus-Historie einem der beiden Teams im direkten Duell ein Auswärtssieg: Am 11. November 2006 feierte Mattersburg im Ländle ein 2:0.

Altach erkämpfte zuletzt ein 2:2 bei Sturm Graz, in der Tabelle liegt der Tabellensechste mit 26 Punkten gleichauf mit den siebtplatzierten Mattersburgern. "Letztlich darf man zufrieden sein", meinte Altach-Coach Damir Canadi angesichts der Punkteteilung zum Frühjahrsstart. Auch wenn man dabei eine 2:0-Führung aus der Hand gab. "Daraus haben wir unsere Lehren gezogen", versicherte der Wiener.

Die Mattersburger Formkurve beeindrucke ihn wenig. "Ich lasse mich nicht blenden. Mattersburg hat seine offensiven Qualitäten, auch wenn Onisiwo weg ist. Die haben genug Offensivleute, die mit Tempo und Geschwindigkeit spielen können", sagte Canadi. Bis auf den erkrankten Felix Roth hat der 45-Jährige alle Spieler an Bord – im Unterschied zum Spiel gegen Sturm. "Jetzt kann man von der Bank aus viel besser reagieren, wenn etwas nicht so läuft", atmete Canadi auf. (APA, 12.2.2016)

Cashpoint SCR Altach – SV Mattersburg (Samstag, 18.30, Cashpoint-Arena, SR Weinberger). Bisherige Saisonergebnisse: 3:1 (h), 1:2 (a)

Altach: Lukse – Lienhart, Zwischenbrugger, Zech, Galvao – Ngwat-Mahop, P. Salomon, Netzer, Tajouri – Harrer, Aigner

Ersatz: Kobras – Ortiz, Schreiner, Pöllhuber, Hofbauer, Jäger, Luxbacher

Es fehlt: Roth (krank)

Mattersburg: Kuster – Höller, Malic, Maksimenko, Novak – Jano – Farkas, Perlak, Prietl – Bürger , Pink

Ersatz: Borenitsch – Rath, Mahrer, Ibser, Ertlthaler, Sprangler, Templ, Röcher

Es fehlt: Grgic (nach Kreuzbandriss)

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