Austria guten Mutes ins Derby

13. Februar 2016, 14:57
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Bei den Violetten dominiert nach dem geglückten Frühjahrsstart der Optimismus – Fink: "Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen"

Wien – Nach einem Auftakt nach Maß will die Austria ihre erste Frühjahrswoche mit einem Derby-Sieg krönen. 1:0-Siege gegen Grödig in der Liga sowie gegen den LASK im Cup-Viertelfinale haben den Violetten vor dem 316. Prestigeduell mit dem SK Rapid eine vollauf zufriedenstellende Ausgangslage beschert. Am Sonntag (16.30 Uhr/live ORF eins) will die Austria zumindest den zweiten Platz verteidigen.

Einen Zähler liegen die "Veilchen" nach 21 Runden vor dem Erzrivalen. Von einem Remis würde vor allem Meister und Tabellenführer Salzburg profitieren. "Eine Niederlage gegen Rapid würde bedeuten, dass Salzburg wegziehen könnte. Aber von der Meisterschaft wollen wir sowieso nicht reden", meinte Austria-Trainer Thorsten Fink zum Dreikampf an der Spitze.

Verteilerkreis-Abschiedsderby

Für die Austria ist das Stadtduell am Valentinstag das letzte in der mit 12.500 Zuschauern voraussichtlich ausverkauften Generali Arena für die nächsten zwei Jahre. Erst ab Sommer 2018 wird die dann umgebaute Heimstätte wieder bespielbar sein. Bis dahin geht es ins Ausweichquartier Happel-Stadion. Der vorläufige Derby-Abschied aus Wien-Favoriten soll deshalb erfolgreich gestaltet werden.

"Wir wollen das Spiel gewinnen. Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen, nachdem wir mit zwei Siegen aus der Winterpause gekommen sind. Ich bin optimistisch", gab Fink zu Protokoll. Der Deutsche hofft auf ähnlich gute Leistungen wie in den ersten beiden Saisonspielen. "Da haben beide Mannschaften viel Tempo und hohen Einsatz gezeigt."

Rapid setzte sich im August auswärts 5:2 durch, der Austria glückte mit einem 2:1 im Oktober aber die Revanche. In den jüngsten 22 Derbys gab es überhaupt nur vier Mal einen Erfolg des Heimteams.

Mehr Augenmerk auf Defensive

Dass die Austria zuletzt gegen den LASK einige Chancen zugelassen hat, war auch Fink bewusst. Bereits nach dem Aufstieg gegen die Linzer gab er an, dass man gegen Rapid in der Defensive "besser stehen" müsse. Eine Erkenntnis, die der Ex-Bayern-Profi am Freitag wiederholte. "Es wird, denke ich, ein enges Spiel werden. Der, der mehr Fehler macht, wird verlieren", meinte Fink.

In der Offensive kehrt Olarenwaju Kayode nach seiner Sperre wieder in die Start-Elf zurück. Mit dem ebenfalls wieselflinken Lucas Venuto hat die Austria nun laut Fink "eine Waffe mehr". Der zuletzt erkrankte Christoph Martschinko wird links außen einlaufen. Umstellen muss die Austria jedoch im Mittelfeld. Alexander Grünwald ist nach der fünften Gelben Karte gesperrt, der Einsatz von Roi Kehat aufgrund dessen Bänderverletzung mehr als fraglich.

Tarkan Serbest steht als Option für beide Positionen bereit. Spielt der U21-Teamspieler hinter Kayode, wird wohl der routinierte Ognjen Vukojevic zentral defensiv agieren.

Gefährlichkeit bei Standards

Mittel zum Zweck sollen für die Austria wieder Standardsituationen werden. 18 Tore und damit mehr als die Hälfte aller in dieser Saison geschossenen (35) hat der Zweite aus ruhenden Bällen erzielt. Zufall ist das keiner. "Wir haben in der Vorbereitung einige Varianten einstudiert, großes Augenmerk darauf gelegt und brauchen diese während der Woche nur noch kurz zu wiederholen. Jeder weiß, was er zu tun hat", sagte Kapitän Alexander Gorgon. Rapid hat jedoch ebenfalls eine gute Bilanz nach Standards. Mit 13 geschossenen Toren sind die Hütteldorfer die Nummer zwei der Liga. (APA, 12.2.2016)

FK Austria Wien – SK Rapid Wien (Wien, Generali-Arena, 16.30 Uhr/live ORF eins, SR Harkam). Bisherige Saisonergebnisse: 2:5 (h), 2:1 (a)

Austria: Hadzikic – Larsen, Sikov, Rotpuller, Martschinko – Serbest, Holzhauser – Gorgon, Kehat/Vukojevic, Venuto – Kayode

Ersatz: Pentz – Windbichler, F. Koch, De Paula, Prokop, Meilinger, Friesenbichler

Es fehlen: Grünwald (gesperrt), Almer (im Aufbautraining), Salamon (Bänderdehnung im Sprunggelenk), Ronivaldo (Schambeinentzündung)

Fraglich: Kehat (Bänderverletzung im Sprunggelenk)

Rapid: Strebinger – Pavelic, Sonnleitner, M. Hofmann, Stangl – Grahovac, Schwab – Schobesberger, S. Hofmann, F. Kainz – Jelic

Ersatz: Knoflach – Wöber, Nutz, Petsos, Murg, Prosenik, Tomi, Alar, Kuen

Es fehlen: Schaub (Knöchelverletzung), Novota (Schulterverletzung), Auer, Schrammel, Dibon (alle im Aufbautraining)

  • Thorsten Fink hat keinen Grund, pessimistisch zu sein.
    foto: apa/herbert neubauer

    Thorsten Fink hat keinen Grund, pessimistisch zu sein.

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