Tollwut: Zwölf Kinder in Peru nach Fledermaus-Bissen gestorben

12. Februar 2016, 10:19
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Weil hinter dem Tod von zwölf Kindern zunächst Hexerei vermutet wurde, hatte man keine Hilfe geholt

In Peru sind mindestens zwölf Kinder nach Bissen von Fledermäusen an Tollwut gestorben. Die Opfer im Alter von acht bis 15 Jahren starben zwischen September bis Februar in der abgelegenen Amazonas-Region Loreto, wie die Behörden jetzt bekannt gaben. In ihrer Volkssgruppe wurden die Todesfälle zunächst auf Hexerei zurückgeführt, deswegen holte man nicht rechtzeitig Hilfe.

"Anhand der Symptome und medizinischen Berichte wurde festgestellt, dass die zwölf Kinder vom Volksstamm der Achuar an einem Tollwut-Ausbruch gestorben sind", sagte der Gesundheitsbeamte Hermann Silva. "Die Opfer wurden im Dschungel von blutsaugenden Fledermäusen gebissen." Die Region liegt 1.100 Kilometer von der Hauptstadt Lima entfernt und grenzt an Ecuador.

Das jüngste Opfer starb am Mittwoch. Ein Neunjähriger und eine 22-Jährige erholen sich derzeit von der Krankheit. Gesundheitsminister Anibal Velasquez teilte mit, für das Gebiet sei der Gesundheitsnotstand ausgerufen worden, damit schnell Hilfe dorthin gelange. Impfteams seien schon unterwegs. (APA, 12.2.2016)

  • Fledermäuse übertragen Tollwut. Nach Bissen sind zwölf Kinder in der Amazonas-Region Loreto gestorben.
    foto: reuters

    Fledermäuse übertragen Tollwut. Nach Bissen sind zwölf Kinder in der Amazonas-Region Loreto gestorben.

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