Renault steigerte Gewinn dank neuer Modelle um fast 50 Prozent

12. Februar 2016, 12:36
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Das Nettoergebnis des französischen Autobauers kletterte 2015 auf fast drei Milliarden Euro

Paris – Renault hat trotz massiver Probleme in Russland seinen Gewinn im vergangenen Jahr deutlich gesteigert. Das Nettoergebnis sei dank Einsparungen im Einkauf und guter Geschäfte mit dem Partner Nissan um fast 50 Prozent auf 2,82 Mrd. Euro geklettert, teilte der französische Auto-Hersteller am Freitag mit.

Neue Modelle wie die Geländewagen Kadjar und Captur haben Renault 2015 einen Rekordabsatz beschert. Als Klotz am Bein erwies sich einmal mehr die Beteiligung am russischen Lada-Hersteller Avtovaz, an dem Renault 37 Prozent hält. Insgesamt belastete Avtovaz die Franzosen im vergangenen Jahr mit 620 Mio. Euro. Renault geht davon aus, dass damit noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist und Geldspritzen nötig werden. "Ich rechne 2016 mit keinen guten Nachrichten aus Russland", sagte Firmenchef Carlos Ghosn.

2015 fuhr Avtovaz bereits einen Verlust von umgerechnet 817 Mio. Euro ein. Renault führt die Beteiligung nur noch mit einem Wert von 96 Mio. Euro in der Bilanz – im vergangenen Jahr schrieben die Franzosen allein 225 Mio. Euro auf das Geschäft ab. Der Autoabsatz in Russland hat sich seit 2012 halbiert. Für das laufende Jahr erwartet Renault ein Minus von zwölf Prozent.

Rund lief es für Renault indes auf dem Heimatmarkt. Dieser verzeichnete im vergangenen Jahr mit einem Plus bei den Neuzulassungen von fast sieben Prozent das größte Wachstum seit 2009. Der Gesamtumsatz des Peugeot -Konkurrenten schraubte sich um 10,4 Prozent auf 45,3 Mrd. Euro hoch. Rabatte für Auslaufmodelle und Kosten im Zusammenhang mit den europäischen Abgasvorschriften verhinderten einen stärkeren Anstieg. Im laufenden Jahr strebt Ghosn trotz der jüngsten konjunkturellen Schwäche der Schwellenländer ein weiteres Umsatzplus an.

Ghosn dämpfte unterdessen Spekulationen auf baldige Änderungen in der Struktur der Partnerschaft mit Nissan. Diese werde es nicht geben. Ghosn steht beiden Autobauern vor und hatte sich für einen geringeren Einfluss der Regierung in Paris ausgesprochen. Renault ist mit einem Anteil von 43,4 Prozent Hauptaktionär der Japaner. Die Regierung in Paris wiederum ist größter Anteilseigner an dem französischen Konzern. (APA/Reuters, 12.22016)

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    foto: reuters/darley shen
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