Zugsunglück: Laut Insider Kein technischer Fehler

11. Februar 2016, 14:47
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Technik der beiden Züge war den Blackboxes zufolge in Ordnung

Bad Aibling – Zwei Tage nach dem Zugsunglück im bayerischen Bad Aibling schließen die Ermittler einen technischen Fehler an beiden Triebwagen als Unfallursache zumindest vorerst aus. "Die Auswertung der beiden Blackboxes hat vorläufig ergeben, dass die Technik der beiden Züge in Ordnung war", sagte eine mit den Ermittlungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag.

Offen blieb weiterhin, ob ein Technikfehler an der Bahnstrecke oder menschliches Fehlverhalten als Ursache des Unglücks mit zehn Toten infrage kommt. Polizei und Staatsanwaltschaft äußerten sich nicht zur möglichen Unfallursache. Die Polizei verwies zu dieser Frage an das deutsche Verkehrsministerium. Dort war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar.

Schwerverletzte in kritischem Zustand

Zuletzt hatten sich Hinweise auf ein Fehlverhalten des Fahrdienstleiters im Stellwerk von Bad Aibling verdichtet. Die eingleisige Strecke sei für beide Züge freigegeben worden, obwohl die Systeme in solchen Fällen immer warnten.

Bei dem Frontalzusammenstoß der beiden Regionalzüge waren am Dienstag zehn Menschen gestorben. Mehr als 80 wurden verletzt. Der Zustand einiger der aktuell 21 Schwerverletzten sei noch immer kritisch, sagte eine Polizeisprecherin am Donnerstag. (APA, 11.2.2016)

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