Enorme Unterschiede bei Kosten für Ministerien-Websites

11. Februar 2016, 14:28
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FPÖ kritisiert Ausgaben für Web-Auftritte und fordert Nutzung von Synergieeffekten

Wien – Die Kosten für die Ministeriums-Websites unterscheiden sich erheblich. Sowohl bei der Erstellung als auch bei der Betreuung gibt es enorme Schwankungen, ergaben die Beantwortungen einer Serie von parlamentarischen Anfragen der FPÖ. Der freiheitliche Abgeordnete Hermann Brückl forderte am Donnerstag gegenüber der APA, vermehrt Synergieeffekte zu nutzen.

Mehr als 4 Millionen Euro sind von den Ressorts in den vergangenen Jahren für Web-Auftritte ausgegeben worden. Obwohl alle Ministerien Disziplin bei der Beantwortung der Anfragen an den Tag gelegt haben, ist ein direkter Vergleich sehr schwierig. So sticht das Landwirtschaftsministerium laut FPÖ mit rund 2,5 Millionen an Kosten für seine Website in den vergangenen drei Jahren zwar deutlich heraus. Rund 14.500 Euro hat hingegen das Verteidigungsministerium laut eigenen Angaben im selben Zeitraum für den Web-Auftritt ausgegeben.

Keine einheitliche Handhabung

Unterschiedliche Handhabung gibt es auch bei den Aufträgen für die Website-Wartung: Während viele Ressorts externe Firmen für Erstellung und Wartung heranzogen haben, erstellte etwa das Innenministerium seinen Auftritt vollständig intern, wie aus der Anfragebeantwortung hervorgeht. Zusätzliche Kosten fallen in mehreren Ministerien auch für diverse Service-Websites an. So betreut das Landwirtschaftsministerium als Spitzenreiter auch den Web-Auftritt des Familienministeriums sowie zahlreiche Service-Websites und etwa Statistik-Tools.

Grund zur Kritik findet die FPÖ dennoch. "Die externen Kosten für die Webauftritte der Ministerien müssen dringend gesenkt werden", fordert der Abgeordnete Brückl. Gerade angesichts eines Rekord-Defizits müsse die Regierung alle Sparmöglichkeiten nutzen, denn: "Es ist nicht zielführend, wenn jedes Ministerium sein eigenes Süppchen kocht." (APA, 11.2.2016)

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