Reinigungskosten in Wiener Spitälern durch Auslagerung gestiegen

11. Februar 2016, 14:20
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Stadtrechnungshof überprüfte Aufwendungen für Wäscheversorgung sowie Geschirr- und Gebäudereinigung

Wien – Mit den Kosten für die Wäscheversorgung sowie die Geschirr- und Gebäudereinigung der Wiener Krankenhäuser hat sich der Stadtrechnungshof in aktuellen Prüfberichten beschäftigt. Er stellte fest, dass durch die Umstellung auf externe Firmen die Kosten stark gestiegen waren und empfahl, die Preissituation am Markt zu überprüfen und gegebenenfalls Neuausschreibungen vorzunehmen.

Bei den Einrichtungen, die von externen Dienstleistern mit Mietwäsche versorgt werden, anstatt die Reinigung im eigenen Haus durchzuführen, habe sich ein deutlich höheres Kostenniveau gezeigt. Die Preisgestaltung für die Krankenanstalt Rudolfstiftung und das Wilhelminenspital beruhe außerdem zum Teil auf mehr als zehn Jahre zurückliegenden Ausschreibungen, weshalb der Stadtrechnungshof eine aktuelle Marktanalyse empfahl.

Keine Unisex-Dienstkleidung

Außerdem wird im am Donnerstag veröffentlichten Prüfbericht kritisiert, dass die vom Wiener Krankenanstaltenverbund erarbeitete Strategie hinsichtlich der Dienstbekleidung in der Rudolfstiftung nicht umgesetzt wurde. Die Strategie sieht unter anderem die Umstellung auf Unisexartikel und die Verkleinerung der Artikelvielfalt vor, wodurch eine deutlich vereinfachte Lagerhaltung und Vorteile beim Einkauf erreicht werden könnten.

Auch in Bezug auf die Gebäude- und Geschirrreinigung erhöhten sich die Kosten für Fremdreinigung in den Wiener Städtischen Krankenanstalten deutlich – von 11,18 Millionen Euro im Jahr 2010 auf 19,86 Millionen Euro im Jahr 2014. Überprüft wurden in diesem Zusammenhang das Krankenhaus Hietzing, die Rudolfstiftung und das Wilhelminenspital. Vor allem der Einsatz von Leiharbeitskräften habe teilweise zu starken Kostenerhöhungen geführt und sollte daher nur in Einzelfällen und befristet auf kurze Zeiträume erfolgen. Um wirtschaftlicher zu arbeiten, sollten bei Leistungserweiterungen entsprechende Vergabeverfahren durchgeführt werden.

Neu reinigen

Durch die Umstellung von Eigen- auf Fremdenreinigung sank zwar der Personalaufwand, das machte die erhöhten Kosten durch die Fremdreinigung allerdings nicht wett. Der Stadtrechnungshof empfahl, zunächst den Einsatz der eigenen Reinigungskräfte zu optimieren und danach erst zu beurteilen, ob Eigen- oder Fremdpersonal wirtschaftlicher ist. Da die Erlässe zur Reinigungsthematik außerdem aus den 1980er- und 1990er-Jahren stammten und dadurch nicht mehr zeitgemäß seien, sollten sie neu verfasst werden.

In den in den Berichten enthaltenen Stellungnahmen versprach der Krankenanstaltenverbund Besserung. Man werde den Empfehlungen nachzukommen, versicherte er. (APA, 11.2.2016)

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