Zinstief beschert deutscher Fondsbranche Rekordjahr

11. Februar 2016, 13:07
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Sowohl das verwaltete Volumen als auch die Mittelzuflüsse erreichten 2015 neue Höchstmarken

Frankfurt – Die boomende Nachfrage nach Fonds wegen des Zinstiefs hat der Fondsbranche in Deutschland ein Rekordjahr beschert. Mit 2,6 Billionen Euro verwalteten Fondsgesellschaften Ende 2015 so viel Geld wie nie, wie der Bundesverband Investment und Asset Management (BVI) am Donnerstag in Frankfurt mitteilte. Ein Jahr zuvor waren es 2,38 Billionen Euro.

Im vergangenen Jahr steckten Anleger unter dem Strich 193,4 (Vorjahr: 123,7) Mrd. Euro neue Gelder in Investmentfonds – auch dies eine Höchstmarke. "2015 war ein außergewöhnlich gutes Jahr für die deutsche Fondsbranche, und zwar sowohl gemessen am verwalteten Vermögen als auch am Neugeschäft", bilanzierte BVI-Präsident Holger Naumann.

Zuwächse bei Mischfonds

Professionelle Investoren wie Pensionskassen und Versicherer suchen wegen des Zinstiefs ebenso ertragreichere Geldanlagen wie zunehmend auch private Sparer. Besonders kräftige Zuwächse gab es im vergangenen Jahr bei Mischfonds, die in Aktien und Anleihen investieren, sowie bei reinen Aktienfonds. Insgesamt sammelten sogenannte Publikumsfonds unter dem Strich 71,9 Mrd. Euro neue Gelder ein – mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (32,8 Mrd. Euro).

Inzwischen sparen nach BVI-Angaben 50 Millionen Deutsche mit Fonds für das Alter – entweder direkt oder indirekt etwa über Versicherungen und Versorgungswerke, die in Spezialfonds investieren. (APA, 11.2.2016)


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