Gaming-Zubehörhersteller Mad Catz entlässt 37 Prozent der Angestellten

11. Februar 2016, 13:08
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Schwache "Rock Band 4"-Verkäufe und hohe Verluste ließ auch Konzernspitze abtreten

Keine guten Nachrichten vom kalifornischen Zubehörhersteller Mad Catz: Trotz starkem Weihnachtsquartal und einer Umsatzsteigerung von 114 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 65 Millionen Dollar, muss sich das Unternehmen ein empfindliches Sparprogramm aufhalsen. Insgesamt sollen bis zum Ende des Geschäftsjahres Ende März 2016 37 Prozent aller Angestellten entlassen werden, um im nächsten Jahr rund fünf Millionen Dollar einzusparen.

Hohe Verluste

Grund dafür ist ein erwarteter Jahresverlust in Millionenhöhe. Der Nettogewinn sank im vergangenen, wichtigsten Quartal um 10 Prozent auf 1,2 Millionen Dollar. Insgesamt bedeutet dies einen Verlust von 4,4 Millionen Dollar innerhalb der letzten neun Monate.

Schuld daran ist das deutlich schlechter verlaufene Geschäft mit dem neuen Musikspiel "Rock Band 4", für das MadCatz sämtliche Eingabegeräte Produziert. Hohe Lagerbestände zwangen den Hersteller zu vermehrten Preisnachlässen und Promoaktionen, was die Marge drückte.

Führungsspitze abgetreten

Neben den Sparmaßnahmen für die Belegschaft gab es auch Konsequenzen in der Führungsebene. Sowohl Präsident und CEO Darren Richardson als auch Vorstandvorsitzender Thomas Brown und Senior Vice President of Business Affairs Whitney Peterson traten noch vor der Bekanntgabe der aktuellen Geschäftszahlen zurück. An der Spitze steht nun Karen McGinnis, die den Konzern wieder auf Spur bringen will. Zu Mad Catz gehört unter anderem auch die Marke Saitek. (zw, 11.2.2016)

Nachlese

Mad Catz

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    foto: epa/michael nelson
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