Patientenakten wurden in Deutschland zu Faschings-Konfettis

11. Februar 2016, 12:40
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Akten wurden nicht klein genug geshreddert – Patienteninformationen waren ablesbar

In Deutschland beschäftigen sich Datenschützer mit einem skurrilen Vorfall. Im Ort Dermbach in Thüringen wurden Konfettis aus einer Konfettikanone auf das feiernde Karnevalspublikum geworden. Soweit, so unspektakulär. Die Papierschnipsel wurden allerdings aus Patientenakten geschnitten – die Informationen darauf waren noch lesbar.

Name, Adresse, Telefonnummer ablesbar

Die bedruckten Papierfetzen waren eine Frau nach dem Umzug aufgefallen. Auf einem habe sie sogar den Namen ihrer Schwester entdeckt. Gegenüber der Deutschen Presseagentur bestätigte der Landesdatenschutzbeauftragte von Thürigen, Lutz Hasse, den Vorfall. Die Dokumente wurden demnach nicht fachgerecht entsorgt. So konnte man auf ihnen noch Daten wie Namen, Adressen und Telefonnummern lesen.

Die Akten stammen vermutlich von einer Außenstelle der Klinik Bad Salzungen. Auch dort wird der Fall bestätigt. Patientenbezogene Dokumente seien "unter Missachtung der Vorschriften [..] nicht ordnungsgemäß entsorgt" worden. In der Klinik selbst habe es keine Unregelmäßigkeiten gegeben. Die Datenschutzbeauftragen untersuchen nun, wie es dazu kommen konnte. (red, 11.2.2015)

  • Im deutschen Dermbach konnten Karnevalisten interessante Dinge auf den Konfettis lesen.

    Im deutschen Dermbach konnten Karnevalisten interessante Dinge auf den Konfettis lesen.

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