Auch Dropbox speichert deutsche Kundendaten nicht mehr in USA

10. Februar 2016, 17:28
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Reagiert damit auf Wunsch nach mehr Datensicherheit

Auch der US-Cloudanbieter Dropbox speichert künftig keine deutschen Kundendaten mehr in den USA. "Wir bauen eine entsprechende Infrastruktur zur Speicherung der Daten in Deutschland auf", sagte Dennis Woodside, der bei Dropbox das Tagesgeschäft leitet, der "Wirtschaftswoche" laut Vorabbericht. Es sei das erste Mal, dass Dropbox Daten außerhalb der USA speichere. Im Cloud-Geschäft können Kunden über das Internet Software und Speicherkapazität nutzen, die ihnen von externen Rechnern zur Verfügung gestellt werden.

Trend entsteht

Dropbox folgt damit dem Trend anderer Cloudanbieter, wegen des erhöhten Bedürfnisses deutscher und europäischer Kunden nach Datensicherheit eigene Rechenzentren in Deutschland aufzubauen und Daten nicht mehr in die USA zu schicken. Hintergrund ist, dass der ehemalige US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden massive Überwachungspraktiken des amerikanischen Geheimdienstes NSA enthüllt hatte. Seither achten vor allem deutsche Unternehmen und Organisationen stärker auf den Datenschutz, der in Europa als strenger gilt als in den USA. Auch Microsoft hatte im November erklärt, dass Kundendaten künftig in Deutschland blieben. Auch Oracle, Amazon oder SAP betreiben Rechenzentren in Deutschland. (Reuters, 10.2.2016)

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