Pascal Wehrlein fährt Manor

10. Februar 2016, 13:35
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Jüngster DTM-Champion damit vierter Deutscher in der Formel 1

Wien – Der Formel-1-Rennstall Manor Racing hat am Mittwoch Pascal Wehrlein als Stammfahrer für 2016 bestätigt. Der 21-jährige DTM-Champion aus Deutschland wird damit am 20. März sein Grand-Prix-Debüt in Australien geben und davor im MRT05 auch beide Testfahrten in Barcelona bestreiten. Der zweite Manor-Pilot steht noch nicht fest.

Hinter dem Engagement Wehrlein stehen Mercedes und Motorsportchef Toto Wolff, nachdem das britische Nachzügler-Team 2016 erstmals mit Mercedes-Antrieben an der WM teilnimmt. Mit Wehrlein hat Mercedes eines seiner größten Talente nun auch in der Königsklasse untergebracht. Neben Sebastian Vettel (Ferrari), Nico Rosberg (Mercedes) und Nico Hülkenberg (Force India) ist Wehrlein, dessen Mutter aus Mauritius stammt, der vierte Deutsche in der aktuellen Formel 1.

"Manor Racing ist der richtige Ort, um meine Formel 1-Karriere zu beginnen. Ich bin überglücklich, hier zu sein", wurde Wehrlein auf Facebook zitiert. Manor sei ein kleines und total fokussiertes Team, betonte Wehrlein, der sich ausdrücklich bei Wolff bedankte. "Jetzt liegt es an mir, das Momentum zu ergreifen und auf der Strecke Leistung zu zeigen."

Wehrlein war vergangenes Jahr Mercedes-Ersatzfahrer und wurde parallel dazu zum jüngsten DTM-Champion aller Zeiten. Manor ist zwar das kleinste Team der Formel 1 und hat erst einmal durch den mittlerweile verunglückten und später verstorbenen Jules Bianchi WM-Punkte geschafft, für 2016 aber personell und vor allem beim Motor ziemlich aufgerüstet. Auch deshalb hat sich Wehrlein sogar vorgenommen, möglichst bald in die Punkteränge zu fahren.

Offen ist die Situation um den zweiten Fahrer. Im Vorjahr fuhren abwechselnd Alexander Rossi (USA), Will Stevens (GBR) und der Spanier Roberto Merhi. Auch GP2-Fahrer Rio Haryanto wird mit Manor in Verbindung gebracht, offenbar müsste der Indonesier aber eine Menge Sponsorgelder mitbringen. (APA, 10.2.2016)

  • DTM war, Formel 1 kommt.
    foto: apa/erwin scheriau

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