Kein Geld zur Bekämpfung drohender Hungersnot im Südsudan

10. Februar 2016, 12:56
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Bisher sind laut Uno erst zwei Prozent der für dieses Jahr benötigten 1,15 Milliarden Euro eingegangen

Juba – Die Vereinten Nationen haben nach eigenen Angaben nur einen Bruchteil der nötigen Finanzmittel zur Bekämpfung einer drohenden Hungersnot im Südsudan. Bisher seien erst zwei Prozent der für dieses Jahr benötigten 1,3 Milliarden Dollar (1,15 Milliarden Euro) eingegangen, erklärte der UN-Koordinator für humanitäre Hilfe im Südsudan, Eugene Owusu.

"Wenn wir jetzt nicht handeln können, wird die Lage viel schlimmer werden, und die nötigen Maßnahmen in den kommenden Monaten werden viel teurer werden", sagte er am Mittwoch. In dem seit Ende 2013 von einem Bürgerkrieg erschütterten Staat brauchen nach jüngsten UN-Angaben rund 2,8 Millionen Menschen – etwa ein Viertel der Bevölkerung – dringend Nahrungsmittelhilfe. Mindestens 40.000 Menschen sind demnach akut vom Hungertod bedroht.

Nun müssen schnell Hilfsmittel in die entlegenen Gebiete gebracht werden, die nach dem Beginn der Regenzeit im Juni aus Mangel an befestigten Straßen nicht mehr erreichbar sein werden, wie Owusu forderte. (APA, 10.2.2016)

  • Ein südsudanesisches Kind mit einer Hilfslieferung. Laut Uno reichen die Finanzmittel nicht.
    foto: afp/albert gonzalez farran

    Ein südsudanesisches Kind mit einer Hilfslieferung. Laut Uno reichen die Finanzmittel nicht.

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