EU-Gründerstaaten für "gemeinsame Lösung" der Flüchtlingskrise

9. Februar 2016, 20:20
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Steinmeier: "Nichts unversucht lassen"

Rom/Berlin – Die EU-Gründerstaaten wollen sich nach den Worten von Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) für eine gemeinsame Lösung in der Flüchtlingskrise einsetzen. "Jeder Staat, der glaubt, dass dieses Thema auf eigene Faust gelöst werden kann, liegt falsch, macht sich Illusionen", sagte Steinmeier am Dienstag in Rom.

Dort fand ein Treffen der Außenminister Deutschlands, Frankreichs, Italiens, Belgiens, Luxemburgs und der Niederlande statt. "Diese sechs sprechen sich dafür aus, dass wir nichts unversucht lassen, zu einer gemeinsamen europäischen Lösung zu kommen", ergänzte der SPD Politiker.

"Dreifachkrise"

Die Flucht hunderttausender Menschen nach Europa sei neben der Finanzkrise und einem möglichen Austritt Großbritanniens Teil einer derzeitigen "europäischen Dreifachkrise". Das Treffen in Rom sei daher auch als ein "Weckruf" wichtig. Die sechs EU-Gründerstaaten hatten am 25. März 1957 die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) aus der Taufe gehoben.

Die sechs Außenminister betonten in ihrer Abschlusserklärung nach dem Treffen, die EU stehe vor "herausfordernden Zeiten". "Europa ist dann erfolgreich, wenn es mit dem Geist der Solidarität beschränkte Egoismen überwindet", heißt es. Dies gelte auch für die Flüchtlingskrise, in der Solidarität und Verantwortung notwendig seien. (APA, 9.2.2016)

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