Deutscher Justizminister gegen günstige Kassentarife durch Fitness-Tracker

9. Februar 2016, 13:24
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Angebote müssen auf Freiwilligkeit basieren

Der deutsche Bundesjustizminister Heiko Maas lehnt eine Koppelung von Krankenkassen-Tarifen mit dem Einsatz sogenannter Fitness-Tracker ab. Die Nutzung von Gesundheitsdaten, die durch am Körper getragene Mini-Computer erfasst werden, müsse freiwillig sein, sagte der für Verbraucherschutz zuständige SPD-Politiker am Dienstag beim "Safer Internet Day" in Berlin. "Das heißt, wenn es Angebote gibt nach dem Motto (...) entweder alles, oder du kriegst nichts, hast keinen Zugang zu irgendwelchen lukrativen Tarifen, dann hat das auch nichts mehr mit Freiwilligkeit zu tun."

Entwicklung soll beobachtet werden

Maas kündigte an, die Entwicklung genau zu beobachten. Es sei noch zu früh, um zu entscheiden, ob weitere Datenschutzmaßnahmen nötig seien oder die bestehenden Regelungen ausreichten. Zahlreiche Kassen bieten ihren Versicherten Vergünstigungen an, wenn sie gesundheitsfördernde Aktivitäten wie Sport nachweisen.

Nach einer am ebenfalls Dienstag vorgestellten Erhebung des IT-Verbandes Bitkom nutzen knapp ein Drittel der Befragten Fitness-Tracker, um ihre Gesundheitsdaten zu erfassen. Zudem haben ein Drittel aller Smartphone-Nutzer Gesundheits-Apps, die sie unter anderem für Sport und Ernährung nutzen. Nach der Befragung sind zwar drei von vier Gesundheits-Apps-Nutzer bereit, die Daten ihrem Arzt zu überlassen. Jedoch lehnen 62 Prozent die Weitergabe der Daten an Krankenkassen ab. (Reuters, 9.2.2016)

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