Dublin: IRA droht "Drogenhändlern und Kriminellen"

9. Februar 2016, 11:10
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Bekenneranruf: Weitere "Aktionen" geplant

Dublin – Eine Splittergruppe der Untergrundorganisation IRA hat zu einem tödlichen Angriff auf ein Hotel in der irischen Hauptstadt Dublin bekannt. Mehrere Personen waren am Freitag mit Kalaschnikow-Sturmgewehren in das Hotel Regency eingedrungen, wo gerade die Vorbereitungen für einen Boxkampf liefen.

Sie töteten einen Mann und verletzten zwei weitere. Die BBC berichtete am Montag, ein Mann habe erklärt, er spreche im Namen der sogenannten Continuity IRA (CIRA). Sie bekenne sich zu dem Überfall. Der Erschossene sei getötet worden, weil er 2012 in die Tötung eines führenden Mitglieds der Real IRA, einer anderen Abspaltung, verwickelt gewesen sei. Damals gab es laut BBC Berichte, es habe Streit zwischen Mitgliedern der Real IRA und kriminellen Banden gegeben.

"Drogenhändler und Kriminelle"

Der CIRA-Sprecher erklärte, seine Gruppe werde es nicht zulassen, dass Drogenhändler und Kriminelle die Mitglieder irisch-republikanischer Gruppen ins Visier nähmen. Zugleich warnte er, dass weitere Aktionen geplant seien. Die Polizei ging bisher von Rivalitäten zwischen kriminellen Banden aus.

Am Montag wurde ist ein weiterer Mann offenbar bei einem Vergeltungsangriff erschossen. Eddie Hutch sei in einer Wohnstraße im Norden Dublins getötet worden, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Offenbar seien vier Angreifer beteiligt gewesen.

Die Polizei habe einen Zeugenaufruf gestartet. Sie vermutet einen Kampf zwischen rivalisierenden Banden in Irland und Spanien hinter den Taten. (red, APA, 9.2.2016)

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