Spam bei GMX und Web.de stark gewachsen

9. Februar 2016, 10:55
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Die deutschen Anbieter melden mit 100 Millionen Spam-Mails täglich eine Verdoppelung seit 2014

Obwohl es 2015 zunächst nach einem Rückgang unerwünschter Werbemails aussah, haben sich die Spammer in der zweite Jahreshälfte gewaltig zurückgemeldet. Bei den deutschen Anbietern Web.de und GMX hat sich das Spam-Aufkommen im vergangenen Jahr verdoppelt.

In zweites Jahreshälfte stark gestiegen

2015 waren es täglich etwa 100 Millionen Spam-Mails, wie Betreiber 1&1 nun bekannt gegeben hat. 2014 lag die Rate noch bei 50 Millionen am Tag. Auch die Anzahl von Nachrichten mit schädlichen Links ist gewachsen. Die E-Mail-Anbieter identifizieren täglich 31 Millionen Spam-Mails damit. Im Vorjahr waren es 6 Millionen.

Der Antivirensoftware-Hersteller Symantec hatte im Sommer 2015 mit 49,7 Prozent für die ersten sechs Monate eigentlich den weltweit niedrigsten Spam-Anteil seit 2003 gemeldet. In der zweiten Jahreshälfte haben die Spammer aber wieder aufgeholt. So lag etwa die Quote im November bei 54,1 Prozent.

Mehr Endgeräte, professionellere und schnellere Attacken

Gründe für die Zunahme sind laut 1&1 einerseits die zunehmende Professionalisierung Onlinekrimineller, andererseits das Wachstum bei den Endgeräten durch mehrere Smartphones, Tablets und Notebooks pro Haushalt. Da die Filter zunehmend besser werden, müssen sich Spammer schneller auf Veränderungen einstellen. So werden Domains oft nur für eine einzige Attacke verwendet. Um Nutzer auf schädliche Seiten zu locken, kommen vermehrt URL-Shortener zum Einsatz. Und Spammer setzen verstärkt auf Botnetze, mit denen infizierte Computer zur Spam-Schleuder mutieren.

Inhaltlich wurden 2015 vor allem Spam-Nachrichten zu den Themen Abnehmen, Krankenversicherungswechsel, Dating und Karriere verschickt. Weiterhin beliebt sind Werbungen für Viagra und der klassische Erbschaftstrick. (red, 9.2.2016)

  • Aus dem unendlichen Fundus an Spam-Mails der WebStandard-Redaktion.
    screenshot: red

    Aus dem unendlichen Fundus an Spam-Mails der WebStandard-Redaktion.

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